30.01.2012 [15:00]

Große Empörung über Straches „absurdes Geschichtsbild“

Burschenschafter (Foto: Picturedesk)
Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas ist über das erneute Kokettieren mit dem rechtsextremen Rand durch FPÖ-Chef Strache entsetzt. Laut einem Bericht im „Standard“ verglich Strache die WKR-Ballbesucher mit den Juden in der Reichskristallnacht.

Strache propagiere ein „absurdes Geschichtsbild“, das vor verharmlosender Relativierung des NS-Gräuels nur so strotze, so die Bundesgeschäftsführerin. „Die immer wieder bewusst gesetzten Provokationen von Strache dürfen nicht unbeantwortet bleiben, sonst führt das zu einer gesellschaftlichen und politischen Verrohung“, mahnt Rudas.  „Wir haben die Verantwortung wachsam zu sein. Und die Österreicher haben ein Recht darauf, zu erfahren, was hinter der Ideologie Straches steckt“, so die Bundesgeschäftsführerin.


Auch SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr zeigt sich empört darüber, dass Strache demokratischen Protest mit der Ermordung von Millionen Menschen gleichsetzt und fordert „verstärkt gegen Sexismus, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen vorzugehen.“ Für die Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ, Tina Tauß, ist klar: „All diese Provokationen machen Strache als österreichischen Politiker untragbar und zeugen von der rechten Ideologie der FPÖ-Spitze.


Darabos kritisiert Straches Ablehung für Deserteurs-Denkmal

 

Der FPÖ-Chef hat zudem in der ORF-Pressestunde hat die geplante Errichtung eines Denkmals für Deserteure  als „katastrophalen Fehler“ bezeichnet. Verteidigungsminister Darabos sieht in diesem Verhalten einen Beleg für Straches „verqueres Geschichtsbild“ und seine „Nähe zum äußerst rechten Rand“. Darabos macht deutlich, das die Wehrmachts-Deserteure „Achtung und Respekt“ verdienen, da sie keine „Handlanger des NS-Regimes“ sein wollten.