30.01.2012 [15:20]

Freier Eintritt in Museen: Eine Erfolgsgeschichte mit „Nachahmungseffekten“

Foto: BMUKK
Seit zwei Jahren gibt es den von Kulturministerin Claudia Schmied initiierten freien Eintritt für junge Menschen bis 19 Jahre in die Bundesmuseen und die Nationalbibliothek. Mehr als 1,8 Mio. Kinder und Jugendliche haben schon von dieser wichtigen kulturpolitischen Maßnahme profitiert. Auch die vielfältigen Vermittlungsangebote stoßen auf großes Interesse bei den jungen Besucherinnen und Besuchern.

Es sind beeindruckende Zahlen, die Kulturministerin Claudia Schmied vor kurzem präsentiert hat. Zahlen, die nachdrücklich belegen, dass der freie Museumseintritt für alle bis 19 ein voller Erfolg ist: So gab es im Jahr 2010 bei Einführung des freien Eintritts ein Besucherplus von 24 Prozent bei den jungen Besuchern. Auch die Zahl der Gesamtbesucher ist gestiegen – nämlich von 2009 auf 2010 um 9 Prozent. Auch die Anzahl der Vollzahler hat im selben Zeitraum um 20 Prozent zugenommen.

Hohes Niveau

Auch die Entwicklung der Besucherzahlen spricht für sich: Verzeichneten die Museen im Jahr 2009 rund 740.000 junge Besucherinnen und Besucher, waren es im Jahr der Einführung des freien Eintritts über 920.000 junge Besucher – ein „wahrer Boom“, wie die Ministerin sagte. Bei den Besucherzahlen setzt die Ministerin auf Nachhaltigkeit und sieht „Potential nach oben“, etwa durch die Ausweitung der Ganztags- und Vermittlungsangebote, aber auch durch die neu gestartete Ausbildung im Berufsfeld „FreizeitpädagogIn“. Klares Ziel von Ministerin Schmied ist es, „das hohe Niveau zu halten“.

Erfolgreiche Vermittlungsarbeit

Auch die Vermittlungsoffensive, die begleitend zum freien Eintritt bis 19 gestartet wurde, ist ein voller Erfolg. Seit 2010 haben 432.000 junge Menschen an 23.000 Vermittlungsaktivitäten teilgenommen. Bereits jede vierte Besucherin/jeder vierte Besucher unter 19 hat im Jahr 2011 an Vermittlungsprogrammen teilgenommen. Über 50 neu entstandene Vermittlungsprogramme haben für einen „Innovationsschub in der Museumspädagogik“ gesorgt, betonte Ministerin Schmied. Besonders erfreulich ist für die Kulturministerin auch die Tatsache, dass die Aktion freier Eintritt in die Bundesmuseen und die Österreichische Nationalbibliothek zu vielen "Nachahmungseffekten" geführt hat. So haben sich zahlreiche andere Kulturinstitutionen bereits der Aktion freier Eintritt bis 19 angeschlossen. Für die Kulturministerin ist daher klar: "Ich bin stolz auf die wichtige kulturpolitische Maßnahme des freien Eintritts, bei der die Vermittlung groß geschrieben wird und auch das Bewusstsein für die Schätze unserer Kultur gestärkt wird".

WEB-TIPP:

Mehr Infos und Fotos von der Veranstaltung gibt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur