22.02.2012 [13:30]

Neue Studie über Gesundheit österreichischer Schüler

Österreichs Schülerinnen und Schüler rauchen kontinuierlich weniger, essen aber immer mehr Süßes und bewegen sich weniger. So die Ergebnisse einer Befragung österreichischer Schülerinnen und Schüler. Negativen Entwicklungen bei Ernährung, Bewegung und Suchtverhalten will Gesundheitsminister Alois Stöger gegensteuern.

Österreichs Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen einer Studie des Ludwig-Boltzmann-Instituts über ihr subjektives Gesundheitsempfinden, ihre Lebenszufriedenheit und ihr Risikoverhalten befragt worden. „Positiv fällt bei den Antworten auf, dass die Schülerinnen und Schüler entgegen aller Klischees immer weniger rauchen und Alkohol trinken. Sie tun das aber immer noch auf hohem Niveau", berichtet Gesundheitsminister Alois Stöger. Sucht, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und dem damit zusammenhängenden Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen steuert der Gesundheitsminister mit verschiedenen Maßnahmen wie gesünderen Schulbuffets gegen. „Ganz wichtig ist auch die Frage der Chancengleichheit. Kinder aus schwieriger ökonomischer Situation haben es schwerer, gesund zu bleiben“, sagt Stöger.

 

Unzufriedenheit, Tabakkonsum und Übergewicht


Die Studie wird in 43 Ländern bei 11-, 13-, 15- und 17-jährigen Schülerinnen und Schülern durchgeführt und ist sozusagen die „PISA-Studie für Gesundheitsfragen“. 6.500 österreichische Schüler wurden per Fragebogen über ihre Gesundheit befragt. Die wichtigsten Ergebnisse: Knapp die Hälfte der 11-jährigen Schüler und 44 Prozent der Schülerinnen bezeichnen ihren Gesundheitszustand subjektiv als ausgezeichnet. Mit steigendem Alter nimmt dieser Prozentsatz aber deutlich ab. Auch die Lebenszufriedenheit der Schüler nimmt seit 2002 leicht, aber stetig ab. Beim Rauchen ist Österreich Europaspitze: Ein Fünftel der 15-Jährigen und bereits jeder dritte 17-Jährige rauchen täglich. Seit 1998 ist hier aber ein stetiger Abwärtstrend zu verzeichnen. Weiters gibt es immer mehr übergewichtige Jugendliche, was mit den Faktoren „Zunahme des Konsums von Süßigkeiten und Limonaden“ und „Bewegungsmangel“ zusammenhängt.

 

Maßnahmen für gesündere Kinder und Jugendliche


Gesundheitsminister Alois Stöger will die Erkenntnisse der Studie in Handlungen umsetzen. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist Prävention sehr wirksam“, erklärt Stöger. Er hat daher eine Kindergesundheitsstrategie entwickeln lassen, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verbessern soll. Erste Maßnahmen der Strategie in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Sucht werden bereits umgesetzt.

  • Ernährung:
    Kinder und Jugendliche soll der Zugang zu besserer Ernährung erleichtert, ihre Lebensverhältnisse geändert werden. Ein Beispiel ist die „Leitlinie Schulbuffet“. „Mobile Beraterteams sind bereits österreichweit im Einsatz, um Schulbuffetbetreibern Hilfe bei der Umstellung auf ein gesundes Schulbuffet zu bieten“, sagt der Minister.
  • Bewegung:
    Um Bewegungsmangel entgegenzuwirken, plädiert der Minister dafür, den Schülern den für Bewegung notwendigen Raum zu geben. Bildungsministerin Claudia Schmied hat bereits eine entsprechende Initiative gestartet; ein Nationaler Aktionsplan Bewegung ist, gemeinsam mit Sportminister Norbert Darabos, ebenfalls in Arbeit.
  • Sucht:
    Minister Stöger hat eine Studie zur Suchtprävention in Auftrag gegeben, die zu einer Präventionsstrategie führen soll.

 

 

WEB-TIPP:

 

Die Studienergebnisse sowie Presseunterlagen zum Thema finden Sie zum Download unter www.bmg.gv.at.