Schule & Universitäten
Beste Bildung für alle
Mit zahlreichen Reformen hat Bildungsministerin Claudia Schmied für frischen Wind in der Schule gesorgt. Ihre Reformen kommen punktgenau im Klassenzimmer an und sorgen für beste Bildung und Chancen unserer Kinder. Insgesamt 41 Regierungsvorlagen im Bildungsbereich sprechen eine deutliche Sprache: Die Zeit des Stillstands ist vorbei, die neue, moderne Schule ist da. Die Universitäten bekommen mehr Geld, die unsozialen Studiengebühren wurden abgeschafft.
Schule
Offensivpaket: 80 Millionen Euro mehr pro Jahr bis 2015
Bis zum Jahr 2015 gibt es für das Bildungsbudget jährlich zusätzlich 80 Mio. Euro an Offensivmitteln. Damit wird das ganztägige Schulangebot im Pflichtschulbereich massiv ausgebaut: Von zuletzt 105.000 auf 210.000 Plätze (inkl. Hortplätze).
Neue Mittelschule kommt flächendeckend
Die Neue Mittelschule (NMS) ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gemeinsamen Schule und sorgt für beste individuelle Förderung unserer Kinder. Die Einführung der Neuen Mittelschule als Regelschule ist ein wichtiger SPÖ-Erfolg: Bis 2015/16 werden alle Hauptschulen – und interessierte AHS-Unterstufen – zu Neuen Mittelschulen aufgewertet. Wenn alle 1.176 Hauptschulstandorte vollständig in Neue Mittelschulen umgewandelt sind, werden rund 238.000 Schülerinnen und Schüler diese neue Schulform besuchen. Das sind fast 70 Prozent der Zehn- bis Vierzehnjährigen. Derzeit gibt es österreichweit bereits 434 Neue Mittelschulen.
Mehr ganztägige Schulangebote
Die ganztägigen Schulformen werden deutlich ausgebaut: Bis zum Schuljahr 2014/15 wird es inkl. Hortplätzen 210.000 hochwertige schulische Tagesbetreuungsplätze geben. Die Vorteile: Beste Bildung für unsere Kinder, weniger Nachhilfe, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird erhöht. Besonders wichtig: Bereits ab 12 Kindern können Betreuungsplätze gebildet werden. Die Kinder können aus verschiedenen Klassen, Schulen, Schularten und sogar aus verschiedenen Gemeinden kommen. Für beste Freizeitbetreuung sorgen „akademische FreizeitpädagogInnen“.
Tagesbetreuung NEU: Beste Förderung
An den mit dem „Gütesiegel für schulische Tagesbetreuung“ ausgezeichneten Schulen gibt es ein umfangreiches ganztägiges Schulangebot mit einer guten Abwechslung von Förderung und Freizeitangeboten. Bereits 196 Schulen bieten die Tagesbetreuung NEU an, die mit ihren pädagogischen Angeboten den Bedarf an teurer Nachhilfe deutlich einschränkt.
Kleinere Klassen: Mehr Aufmerksamkeit für unsere Kinder
Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf maximal 25 ist in allen Klassen der Volksschulen, Hauptschulen, Neuen Mittelschulen, polytechnischen Schulen, Sonderschulen und AHS-Unterstufen erfolgreich umgesetzt. Mehr als 750.000 Schülerinnen und Schüler profitieren. Allein dadurch wurden rund 7.000 Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer geschaffen.
Mehr Kleingruppenunterricht
Der Kleingruppenunterricht für ein besseres Eingehen auf die Neigungen und Fähigkeiten der Jugendlichen wurde in allen Schularten ausgebaut. Kleine Lerngruppen sind nun in Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, typenbildenden Fächern, spezifischen Fächern der berufsbildenden Schulen, Bewegung und Sport, Werken und Bildnerische Erziehung möglich und können schulautonom auch in weiteren Fächern gebildet werden.
Mehr Sprachförderung
Die Deutschförderkurse für außerordentliche Schülerinnen und Schüler wurden verlängert und auch auf die AHS-Unterstufe ausgeweitet. Der muttersprachliche Unterricht wird weiter gefördert. Auch die Sprachförderung im Kindergarten wird fortgeführt.
Reform der Oberstufe: Mehr Leistung und mehr Förderung
Die Oberstufe der Allgemeinbildenden Höheren Schulen und der Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen wird durch die Einführung eines Kurssystems (Einteilung des Lernstoffs in Module) reformiert. Bis 2016 sollen alle Standorte auf das Kurssystem umgestellt sein. Die Vorteile: Das Leistungsprinzip wird klar gestärkt, die Leistungserbringung erfolgt schrittweise und kontinuierlich. Schülerinnen und Schüler mit Problemen werden individuell durch Förderunterricht und Lern-Begleiter gefördert. Weitere Vorteile: Individuelle, kurze und effiziente Bildungswege, Fördern von Selbständigkeit und Eigenverantwortung, verbesserte Vorbereitung auf ein universitäres Studium sowie starkes Senken der Repetentenzahl und höhere Abschlussquoten.
Bildungsstandards: Mehr Qualität
Die Bildungsstandards (Qualitäts-Check für den Unterricht) sind ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung an den Schulen und wurden bereits gesetzlich fixiert. Die erste Standardüberprüfung findet bereits im Schuljahr 2011/12 statt. Gestartet wird in der 8. Schulstufe im Fach Mathematik. Die Bildungsstandards stellen sicher, dass jedes Kind optimal und individuell gefördert wird.
Qualitätspaket für die Schule: Gestärkte Schulstandorte und Qualitätsmanagement
Das bereits vom Parlament beschlossene Qualitätspaket für die Schulen umfasst:
- Mitverwendung von Landeslehrern im Bundesdienst: Landeslehrerinnen und -lehrer können künftig auch in Bundesschulen eingesetzt werden. Das ist vor allem im Hinblick auf die Neue Mittelschule wichtig.
- Neue Schulaufsicht: Durch die Neukonzipierung der Schulaufsicht in Richtung Qualitätsmanagement wird die Qualität im Schulwesen gesteigert. Die Schulinspektorinnen und -inspektoren werden zu Qualitätsmangerinnen und -managern.
- Stärkung der Schulleiterprofile: Die Stellung der einzelnen Schule wird gestärkt. Die Direktorinnen und Direktoren werden künftig Qualitäts-, Personal- und Bildungsmanager.
Stärkung der Schulpartnerschaft
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrenden hat sich bewährt und wird weiter gestärkt und ausgebaut.
Neue Matura: Höchste Qualität, mehr Vergleichbarkeit
Die neue Matura wird für höchste Qualität an Österreichs Schulen und mehr Vergleichbarkeit sorgen. Die standardisierte und kompetenzorientierte Reifeprüfung an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) erhielten bereits eine gesetzliche Grundlage. An den AHS gibt es die neue Matura erstmals ab dem Schuljahr 2013/14, die BHS folgen 2014/15.
Neue gemeinsame Lehrerausbildung
Ziel ist eine moderne, qualitativ hochwertige gemeinsame Ausbildung für alle im Lehrberuf Tätigen auf höchstem Niveau. Die neue Lehrerausbildung soll noch in dieser Legislaturperiode starten.
Neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrende
Das neue Dienst- und Besoldungsrecht für neueintretende Lehrerinnen und Lehrer wird in einem intensiven Arbeitsprozess verhandelt. Ziel ist es, den Lehrer-Beruf noch attraktiver zu machen und das Dienstrecht so zu gestalten, dass es den modernen Arbeitsanforderungen entspricht. Wichtige Eckpunkte: Höhere Einstiegsgehälter, mehr Zeit mit den Schülerinnen und Schülern, Bezahlung nach Funktion sowie attraktive Auf- und Umstiegsmöglichkeiten.
Neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrende an den Pädagogischen Hochschulen
Die Lehrerinnen und Lehrer an den Pädagogischen Hochschulen bekommen mit September 2012 ein neues Dienstrecht. Es ist kostenneutral, trägt dem Hochschulcharakter der Pädagogischen Hochschulen Rechnung und bringt neben einer Leistungsentlohnung auch eine massive Ausweitung des Aus- und Weiterbildungsangebots für alle Lehrenden (Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer auch im Sommer).
Reformpaket zur Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen
Mit diesem Reformpaket werden die Pädagogischen Hochschulen aufgewertet und auf Augenhöhe mit den Universitäten gebracht. Das Paket umfasst:
- Maßnahmen zur Stärkung der Forschungskompetenz und Personalentwicklung
- Neue Studienangebote zur Weiterentwicklung der PH
- Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
Schulbau: 1,6 Milliarden Euro bis 2018
Allein in den Jahren 2009 und 2010 investierte die SPÖ-geführte Regierung 600 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Bundesschulen. Bis 2018 stehen für Bundesschulbauprojekte insgesamt 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Vorteile: Bessere Klassenzimmer, moderne Tagesbetreuungsplätze, bessere Lehrerarbeitsplätze und mehr Sporteinrichtungen.
Verbesserung der Integration nach der 8. Schulstufe
In den Polytechnischen Schulen und in einjährigen Haushaltungsschulen wird die Integration ins Regelschulwesen übernommen. Dadurch wird die Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen deutlich verbessert. Bildungs- und Berufschancen werden so gesteigert.
Lehre und Matura
Diese Maßnahme gibt Jugendlichen die Möglichkeit, parallel zur Lehre kostenlos die Matura zu absolvieren. Rund 7.500 Jugendliche nehmen an diesem Erfolgsprojekt teil. Das Projekt „Lehre und Matura“ erhöht durch die Kombination von Lehre und Matura die Chancen der Jugendlichen am Arbeitsmarkt und macht das weltweit anerkannte duale Ausbildungssystem Österreichs noch attraktiver für junge Menschen.
Modularisierung der Abendschule: Bessere Vereinbarkeit von Weiterbildung und Beruf
Ab diesem Schuljahr sind alle Schulen für Berufstätige auf das Modulsystem umgestellt. Dadurch wird das Nachholen von Bildungsabschlüssen genauso erleichtert wie die individuelle Studienplanung. Außerdem wird auch die Vereinbarkeit von Weiterbildung, Familie und Beruf verbessert.
Neue Berufsreifeprüfung: Mehr Qualität und Chancengerechtigkeit
Nach der neuen Matura an AHS und BHS wird auch die Berufsreifeprüfung modernisiert. Die standardisierte, kompetenzorientierte Berufsreifeprüfung (schriftliche Teilprüfungen erfolgen österreichweit an einem Tag) sorgt für mehr Vergleichbarkeit und Transparenz und bringt mehr Qualität und faire Bildungschancen.
Kostenloses Nachholen von Bildungsabschlüssen: Chancengerechtigkeit fördern
Durch die Möglichkeit des kostenlosen Nachholens von Pflichtschulabschlüssen und die Förderung von Lehrgängen für Erwachsene im Bereich der Basisbildung werden ab 2012 die Chancengerechtigkeit und der Zugang zu lebensbegleitendem Lernen gefördert. Dadurch werden auch die Chancen am Arbeitsmarkt stark verbessert. Eine Länder-Bund-Arbeitsgruppe entwickelt ko-finanzierte Fördermodelle für die Erwachsenenbildung.
Strategie für Lebensbegleitendes Lernen: Für höhere Qualifizierung
Mit der Österreichischen Strategie zum Lebensbegleitenden Lernen (LLL) gelingt es, die Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem weiter zu verbessern, damit mehr Menschen zu höherer Qualifizierung kommen. Kennzeichen der österreichischen LLL-Strategie ist der ganzheitliche Ansatz, der alle Lernbereiche umfasst.
Bessere Bildungs- und Berufsberatung
Jedes Kind soll bestmöglich über die vielfältigen Möglichkeiten in unserem Bildungssystem informiert werden. Deshalb wird die Beratung der Schülerinnen und Schüler ab der 7. und 8. Schulstufe in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie den Sozialpartnern weiter verbessert und ausgebaut. Initiativen wie Besuche in Betriebsinformationszentren wurden intensiviert.
Kindergarten als Bildungsgarten
Die frühe sprachliche Förderung der Fünfjährigen wurde durch das verpflichtende Kindergartenjahr – eine langjährige Forderung der SPÖ – erfolgreich umgesetzt und ist eine unverzichtbare Fördermaßnahme als Basis für alle weiteren Bildungswege. Das verpflichtende, kostenlose Kindergartenjahr ist ein wichtiger Beitrag für mehr Chancengleichheit und Förderung unserer Kinder.
Bundes-Bildungsplan für Kindergärten
Der Bildungsplan für Kindergärten ist nach dem verpflichtenden Kindergartenjahr ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung „Kindergarten als Bildungsgarten“. Der Bildungsplan kommt in allen Kindergärten zum Einsatz und sorgt für eine bestmögliche Förderung unserer Kinder durch Kindergartenpädagogen. Der Bildungsplan ist eine praxisnahe Anleitung für eine kindgemäße Bildungsarbeit.
Mehr Politische Bildung
Auch vor dem Hintergrund der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre wurde die politische Bildung an den Schulen bereits mit Schulbeginn 2008/09 forciert. In der 8. Schulstufe ist nunmehr der Pflichtgegenstand „Geschichte und Politische Bildung“ gesetzlich verankert. Außerdem wurden Schwerpunkte in der Lehreraus- und -fortbildung fixiert, für den Unterricht steht ein umfangreiches Paket an Informations- und Beteiligungsangeboten zur Verfügung.
Mehr Schulpsychologen und Schulsozialarbeit
Die Zahl der Schulpsychologinnen und -psychologen wurde um 20 Prozent aufgestockt. Österreichweit stehen den Schülerinnen und Schülern, den Lehrenden und Eltern seit Schulbeginn um 48 schulpsychologische Expertinnen und Experten mehr zur Verfügung.
Mehr Schülerbeihilfe
Die Schülerbeihilfe wurde deutlich ausgeweitet. Durch diese Maßnahme wird der Zugang zu Bildung für sozial schwache Schülerinnen und Schüler effektiv gewährleistet.
Programme gegen Gewalt: Für partnerschaftliches Miteinander
Mit der Initiative „Weiße Feder – Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt“ werden gezielte Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen gesetzt. Schwerpunkte sind der Ausbau von qualitätsgeprüften Gewaltpräventionsprogrammen wie „Faustlos“ und „WISK“ (Wiener Soziales Kompetenztraining), Verhaltungsvereinbarungen, spezifische Veranstaltungen im Rahmen der Lehreraus- und -fortbildung, Schulpsychologie und Schulsozialarbeit, Vernetzungsarbeit, der Ausbau der Peer-Mediation sowie die österreichweit erfolgreiche Theaterinitiative „Macht/Schule/Theater“. All diese Maßnahmen sorgen für eine Stärkung von Respekt und Wertschätzung sowie Dialog und Kooperation.
Kompetenzorientierte Schulbücher
Mit der Einführung der Bildungsstandards und der bereits in Erprobung befindlichen standardisierten und kompetenzorientierten Matura sind auch an die Unterrichtsmittel, vor allem an Schulbücher, neue Anforderungen gestellt. Schulbücher werden schon jetzt kompetenzorientiert entwickelt und gehen auf die Anforderungen der neuen Matura ein.
Universitäten
Offensivpaket: 80 Millionen Euro für die Unis
Die Universitäten bekommen in den Jahren 2011 bis 2015 jährlich 80 Millionen Euro mehr, um die Studienbedingungen und die Studienqualität zu verbessern.
Studiengebühren abgeschafft
Die SPÖ hat die von Schwarz-Blau eingeführten unsozialen Studiengebühren abgeschafft und so für freien Bildungszugang und Chancengleichheit gesorgt.
UG-Novelle mit sozialdemokratischer Handschrift
Bei der Universitätsgesetz-Novelle hat die SPÖ für zahlreiche Verbesserungen (z.B. Ausbau der Studierendenberatung) gesorgt.
Bessere Studienwahlberatung
Das Maßnahmenpaket „Studienwahlberatung NEU“ sorgt für eine maßgebliche Verbesserung der Studienwahlberatung. Das Programm „Studienchecker“ wird mit der „ÖH-MaturantInnenberatung“ und dem ÖH-Projekt „Studieren probieren“ verknüpft. Außerdem werden die Beratungsprogramme ausgeweitet.
SPÖ-Offensivkonzept für die Universitäten
Die SPÖ hat ein umfassendes Hochschulkonzept erarbeitet. Für die SPÖ steht fest: Unsere Universitäten brauchen eine Offensivstrategie. Wesentliche Eckpfeiler sind daher u.a.: mehr finanzielle Mittel für die Unis, mehr Absolventinnen und Absolventen, Erarbeitung eines Hochschulplans, Absage an soziale und finanzielle Barrieren, gezielte Beratungsangebote.
Qualitätssicherung der Hochschulen
Die neu eingerichtete „Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria“ wird für externe Qualitätssicherung im österreichischen Hochschulbereich sorgen.