23.01.2012 [14:00]

5 Mio. Euro jährlich für sprachliche Frühförderung

Der Ministerrat hat die Verlängerung der sprachlichen Frühförderung in Kindergärten beschlossen. Die Länder erhalten bis 2014 fünf Mio. Euro pro Jahr vom Bund, wenn sie die Mittel ko-finanzieren. Bundeskanzler Werner Faymann sieht in der sprachlichen Frühförderung den „Schlüssel zur Bildung“.

Mit den Mitteln sollen Fördermaßnahmen für drei- bis sechsjährige Kinder mit Sprachproblemen finanziert werden – auch für Kinder mit Deutsch als Muttersprache. Denn rund ein Drittel der Kinder mit Sprachdefiziten hat Deutsch als Muttersprache. Ziel der Maßnahme ist es, diese Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen so zu fördern, dass sie mit Schuleintritt die Unterrichtssprache nach gewissen Standards beherrschen.

Werner Faymann: Gleiche Chancen für alle Kinder

Bundeskanzler Werner Faymann betonte, dass „in der sprachlichen Förderung der Schlüssel zur Bildung liegt“. Je früher sprachliche Defizite ausgeglichen werden, desto besser ist es für alle, sagte Faymann, der klarmachte, dass es darum geht, allen Kindern gleiche Chancen zu geben.

Gabriele Binder-Maier: Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe

SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier begrüßt die beschlossene Verlängerung der sprachlichen Frühförderung in Kindergärten. "Der erfolgreiche Spracherwerb im Kindergartenalter stellt die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schuleintritt dar und ist Grundvoraussetzung für eine positive Lernentwicklung. Sprachliche Frühförderung verbessert die Chancen von Kindern mit Sprachproblemen und ermöglicht ihnen gesellschaftliche Teilhabe", so Binder-Maier gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

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