06.02.2012 [16:00]

Weibliche Genitalverstümmelung wirksam bekämpfen

Am 6. Februar wird wie jedes Jahr der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung begangen. Dieser Aktionstag wurde im Jahr 2004 ausgerufen, um die Weltöffentlichkeit auf dieses Problem hinzuweisen und die Gesellschaft auf das Thema zu sensibilisieren.

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF werden etwa drei Millionen Frauen und Mädchen jährlich einer Genitalverstümmelung unterzogen. Weltweit sind etwa 155 Millionen Frauen sexuell verstümmelt und täglich kommen zwischen 7.000 und 8.000 Mädchen neu hinzu. „Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/FGM) ist jedoch nicht nur ein afrikanisches und asiatisches Phänomen, auch in Wien weisen circa 1.900 Frauen, die aus Ländern mit häufigem Vorkommen von FGM stammen, ein potentielles Risiko auf“, warnt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung. Deshalb ist es wichtig, auch in Österreich auf dieses Thema aufmerksam zu machen und die Bevölkerung hinsichtlich weiblicher Genitalverstümmelung wachzurütteln.

Über gesundheitliche und psychische Folgen informieren

SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits (Foto: Spiola)
„Es geht vor allem darum, über die gesundheitlichen und psychischen Folgen zu informieren und ein neues Bewusstsein zu schaffen. Ein Bewusstsein, das ein Ende dieser Praktiken aber auch ein Ende der Stigmatisierung der Opfer bedeuten soll“, sagt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz. Den Betroffenen wird mit dieser Form von ritueller Gewalt nicht nur ihre persönliche Freiheit beraubt, sie werden auf Grund der Hygienemängel bei diesen Eingriffen auch einem unglaublichen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt.

Grausames Ritual, das nicht religiös begründet ist

SPÖ-Jugendsprecherin Angela Lueger

Tina Tauß, Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG), erklärt, dass es sich bei FGM um ein grausames Ritual handelt, dass nicht religiös begründet ist und sich in allen gesellschaftlichen Schichten findet. „Hier kann nur mit Aufklärung, Beratung, Information dagegen angekämpft werden.“

 

 

 

Webtipp:
Informationen und eine online- Unterstützungserklärung findet man unter http://www.stopfgm.net/