Prävention, Kinder, GESUNDHEIT

Impfung gegen HPV ab Februar gratis

Ab Februar 2014 ist die HPV-Impfung fixer Bestandteil des nationalen Kinderimpfprogramms. Alle Mädchen und Buben werden in der vierten Klasse gegen das Humane Papilloma-Virus geimpft, das Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsformen verursacht.

Für Gesundheitsminister Alois Stöger „ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit unserer Kinder. Wir werden damit Leben retten können“.

Österreich ist europaweit das erste Land, in dem sowohl Mädchen als auch Burschen mit vollendetem 9. Lebensjahr im Rahmen des bestehenden Schulimpfprogramms geimpft werden. Denn Männer sind immer häufiger von Krebs durch HP-Viren betroffen, müssen also genauso geschützt werden wie Frauen.

Gesundheitspolitik heißt Leistungen ausbauen

Finanziert wird die Impfung, wie das gesamte Kinderimpfprogramm, zu zwei Dritteln vom Bund und je einem Sechstel von Ländern und Sozialversicherung. „Gesundheitspolitik heißt Ausbau der Gesundheitsleistungen für die Menschen, dafür braucht es auch die entsprechende Finanzierung“, erteilt Stöger jenen eine Absage, die Leistungen in diesem wichtigen Bereich einschränken wollen.

HP-Viren gelten als Ursache für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsformen im HNO- und Genitalbereich sowie Genitalwarzen. Jährlich gibt es 60.000 auffällige Abstriche, die mit der Impfung deutlich reduziert werden könnten. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung wird durch die Impfung aber nicht ersetzt.

Die HPV-Impfung ist die dreizehnte Impfung im Rahmen des kostenlosen nationalen Kinderimpfprogramms, nachdem 2012 schon die Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken in den Kinderimpfplan implementiert wurden. Die Impfung birgt kein Sicherheitsrisiko und wird in zwei Dosen im Mindestabstand von sechs Monaten verabreicht; eine Notwendigkeit für Auffrischung ist nach derzeitigem Stand nicht gegeben.

Beste medizinische Versorgung unabhängig vom Einkommen

SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser begrüßt die Erweiterung des Kinderimpfprogramms als „wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit unserer Kinder“ und betonte, dass damit der sehr gute sozialdemokratische Weg, im Gesundheitssystem zwischen sinnvollem Sparen und besten Gesundheitsleistungen für alle Menschen, fortgesetzt wird. SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz betont, dass sich die SPÖ-Frauen für eine Aufnahme in den Gratis-Impfplan starkgemacht haben. „Dass diese Forderung nun umgesetzt wird, macht mich sehr stolz.“

„Die Gratis-HPV-Impfung ist eine sozial- und familienpolitisch höchst sinnvolle Maßnahme. Die SPÖ ist Garant dafür, dass die beste medizinische Versorgung allen – unabhängig vom Einkommen – zugänglich ist“, begrüßt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos die neue kostenlose Kinderimpfung. Die neue Leistung zeigt, wie wichtig es ist, dass die Krankenkassen auf gesunden finanziellen Beinen stehen. „Andere Parteien wollen die Beiträge zu den Krankenkassen senken – Leistungskürzungen wären die Folge. Die SPÖ steht für finanziell gesunde Krankenkassen, die auch neue Leistungen finanzieren können.“