Dürre, Landwirtschaft, Bauern

Rasche Hilfe für dürregeschädigte Bauern beschlossen

Wer rasch hilft, hilft doppelt: Im Sommerministerrat wurde ein großes Dürre-Hilfspaket beschlossen. Mit einer Reihe von Maßnahmen, wie z.B. einer Ankaufsaktion für Futtermittel, wird der dürregeschädigten Landwirtschaft geholfen.

Die ausgedehnte Hitzeperiode und fehlende Niederschläge haben österreichweit große Schäden in der Landwirtschaft nach sich gezogen. Zwar ist die genaue Schadenssumme derzeit noch nicht bekannt, da die Schadenserhebungen noch laufen – zu befürchten ist aber, dass die Schäden mehrere hundert Millionen Euro ausmachen. Die Regierung hat daher beim Sommerministerrat ein Dürre-Hilfspaket auf den Weg gebracht, um den betroffenen Landwirtinnen und Landwirten zu helfen. Bundeskanzler Werner Faymann dazu: „Wir stellen, so wie schon beim Hochwasser, finanzielle Mittel bereit, um im Katastrophenfall helfen zu können. Im Rahmen des beschlossenen Maßnahmenpakets werden Bäuerinnen und Bauern unterstützt.“

Ein Großteil der finanziellen Hilfe kommt aus dem Katastrophenfonds. Insgesamt umfasst das Hilfspaket folgende fünf Maßnahmen:

  1. Ankaufsaktion für Futtermittel (Beihilfe für den Zukauf von Ersatzfuttermitteln aus dem Katastrophenfonds)
  2. Bereitstellung zusätzlicher Flächen für die Futtermittel-Produktion (mehr Futter durch Abmähen eigentlich geschützter Blühflächen)
  3. Abfederung von Dürreschäden bei Acker- und Dauerkulturen (Bezuschussung von Dürreversicherungen aus Mitteln des Katastrophenfonds)
  4. Stundung von Raten bei Agrarinvestitionskrediten
  5. Zinszuschuss bei Betriebsmittelkrediten.

 

SPÖ-Bauern begrüßen Hilfspaket: Auf Regierung Faymann ist Verlass

Der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern Josef Etzenberger begrüßt das Dürre-Hilfspaket: „Ich habe mich davon überzeugen können, dass sich viele landwirtschaftliche Betriebe in Österreich in einer dramatischen Situation befinden. Das Hilfspaket für dürregeschädigte Landwirtschaften zeigt, dass auf die Regierung von Bundeskanzler Werner Faymann auch in schwierigen Zeiten Verlass ist.“ Die SPÖ-Bauern haben sich von Anfang an für Hilfsmaßnahmen eingesetzt und sich dafür stark gemacht, den geschädigten landwirtschaftlichen Betrieben zu helfen. Mit dem Hilfspaket könnten „Not und Leid zwar nicht abgewendet werden, aber zumindest ein Teil der Existenzängste kann so gelindert werden“, sagt Etzenberger.