Katastrophenhilfe wird noch professioneller

Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Gerald Klug wollen die gute Katastrophenhilfe in Österreich noch weiter verbessern und professionalisieren. Neben einem Ausbildungs-Maßnahmenpakt beinhaltet das auch die Anschaffung von neuem Gerät für Land-, Wasser und Luftassistenzleistungen.

Das Österreichische Bundesheer wird auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf die Katastrophenhilfe setzen. 18 Arbeits- und Transportboote sowie 20 Sturm- und Flachwasserboote sollen dafür neu angekauft werden. Zudem hat Verteidigungsminister Klug den Generalstab beauftragt, die Beschaffung von drei zusätzlichen Hubschraubern des Typs Black Hawk zu prüfen, die sich bei bisherigen Einsätzen sehr bewährt haben. „Die verheerenden Waldbrände und die Hochwasserkatastrophen der letzten Wochen haben gezeigt, dass ein Bedarf nach mehr Hubschraubern und Booten gegeben ist“, erläuterte Klug bei der Präsentation der neuen Maßnahmen gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann. Im "Wehrdienst NEU" wurde außerdem zur weiteren Verbesserung der Ausbildung gezielt das Modul "Schutz und Hilfe" installiert, das die Soldaten gezielt in Praktiken der Katastrophenhilfe schult.

Erfolgreiche Bilanz bei Assistenzeinsätzen

2013 waren bisher 4.900 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen von Assistenzeinsätzen im Einsatz. Sie leisteten 29.700 Manntage bzw. 375.000 Mannstunden und transportierten 2.900 Tonnen Material. Das Leistungsspektrum der Einsätze reicht dabei von Evakuierungs- und Transportflügen über Lawineneinsätze, Schneeräumungen und Brandbekämpfung bis hin zur Errichtung von Brücken und der Beseitigung von Hochwasserschäden.