Premier Letta: Kanzler Faymann ist „Säule der Stärke“

Bundeskanzler Werner Faymann hat den italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta in Wien empfangen. Nach dem Arbeitsgespräch sagte Letta, dass Österreich in der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit ein Vorbild in Europa und Kanzler Faymann eine „Säule der Stärke in der Europäischen Union“ ist.

Der Kanzler unterstrich im Anschluss an das Arbeitsgespräch den guten persönlichen Kontakt und die gute politische und nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit Italien auch in schwierigen Zeiten. Sowohl historisch als auch gegenwärtig gibt es viele Gemeinsamkeiten und gemeinsame Projekte wie den Brennerbasistunnel und die Finanztransaktionssteuer.

Letta zählt auf Faymann als wichtige Stimme in Europa

Schwerpunktthema des Arbeitsgesprächs war der gemeinsame Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa, der „auf Platz 1 der Agenda“ in der EU steht, wie Faymann betonte.Im zweiten Halbjahr 2014 wird Italien die EU-Ratspräsidentschaft innehaben und dabei den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit ins Zentrum rücken. Österreich hat hier als Best-practice-Beispiel große Erfolge erzielt. Letta zählt bei seiner Ratspräsidentschaft auf Kanzler Faymann als wichtige Stimme: „Der österreichische Bundeskanzler ist einer der Regierungschefs mit der größten Autorität in der EU.“

Neben einem sparsamen Umgang mit öffentlichen Geldern müssten auch Investitionen eine Hauptrolle spielen, „denn Wirtschaftswachstum kann man nicht nur durch Sparen herbeiführen“, sondern mit Investitionen etwa in Bildung oder

Forschung, sagte der Kanzler. „Kein europäisches Land, auch nicht Österreich, kann sagen, dass es nicht abhängig von der Entwicklung anderer Länder ist. Eine Million Arbeitsplätze sind in Österreich direkt oder indirekt vom Export abhängig“, sagte Kanzler Faymann. Und weiter: „Das macht den Gedanken der Solidarität sowohl vom menschlichen als auch vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt her zur Aufgabe unserer gemeinsamen europäischen Politik.“