Österreich-Bashing der ÖVP schadet Wirtschaftsstandort

ÖVP-Chef Spindelegger opfert seine Kanzlerträume und für Schwarz-Blau das Ansehen Österreichs, kritisiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos. Tonangebende ÖVP-Funktionäre haben schon wieder den österreichischen Standort durch den Dreck gezogen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hat das Österreich-Bashing ranghoher ÖVP-Vertreterinnen und -Vertreter scharf kritisiert. "Österreich hat es nicht verdient, von der ÖVP beschmutzt und schlecht geredet zu werden. Offenbar opfert ÖVP-Obmann Spindelegger für seine Kanzlerträume und Schwarz-Blau das Ansehen Österreichs", verwahrte sich Darabos dagegen, dass "die Leistungen heimischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Unternehmen verunglimpft werden". Nach der Fekter-"Studie" zu angeblichen Firmenabwanderungen hat das Österreich-Bashing der ÖVP mit der gestrigen Pressekonferenz von WKÖ-Präsident Leitl und Finanzministerin Fekter in Alpbach einen traurigen Höhepunkt erreicht. Dort hatte Leitl Österreich als "abgesandelt" und Fekter – als "Wiederholungstäterin" – den heimischen Standort als "ramponiert" diskreditiert.

ÖVP ringt um Wahlkampflinie

Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer reiht sich das nahtlos in den bisherigen Zick-Zack-Kurs der Spindelegger-ÖVP in allen wesentlichen Fragen ein. Sprechen doch die Fakten – niedrige Arbeitslosigkeit in Europa, zweitbeste Wirtschaftskraft, besseres Wachstum als der Eurozonen-Durchschnitt, etc. – eine deutliche Sprache.
 

Zick-Zack-Kurs der ÖVP beim Thema „Wirtschaftsstandort“ – eine Chronologie

Fekter: Standort „ramponiert“

Das "Sprachrohr in Österreich" für internationale Investoren sei der Bundeskanzler und wenn der über neue Reichen- oder Betriebssteuern spreche, "ramponiert das den Standort", erklärte Fekter. (APA, 21.08.2013)

Leitl: Österreich „abgesandelt“

Nach Einschätzung des Kammer-Präsidenten ist Österreich in den vergangenen Jahren ohnehin "abgesandelt" zum europäischen Durchschnitt, nachdem man bis 2007 mit den Besten wie Schweden und der Schweiz mitgehalten habe. (APA, 21.08.2013)

Nespresso: Keinerlei Absiedelungspläne

Eine der Firmen, die als Absiedlungskandidaten genannt werden, Nespresso, stellte in einem Brief an das Finanzministerium klar, dass es keinerlei Absiedelungspläne aus Österreich gebe. Ebenso hat das internationale Unternehmen ThyssenKrupp Abwanderungspläne zurückgewiesen. (APA, 5.8.2013)

ÖVP-Wahlprogramm: Die Bilanz stimmt

„Wir haben uns gegen die Krise behauptet, unseren Wohlstand inmitten weltweiter Umbrüche abgesichert (…)“

ÖVP-„Studie“: Unternehmen verlassen Österreich

angebliche Studie von Maria Fekter: 70.000 Jobs und 1,3 Mrd. Steuereinnahmen seien verloren gegangen, weil zwischen 2008 und 2012 Unternehmen Österreich aufgrund zu hoher Steuern verlassen hätten. (Krone, 21.7.2013)

Spindelegger: Österreich auf Erfolgskurs

"Österreichs Wirtschaft steht heuer zum zwölften Mal in Folge besser da als jene der Eurozone. Das zeugt von hoher Wettbewerbsfähigkeit und verdient Anerkennung", erklärt Vizekanzler Michael Spindelegger. (OTS, ÖVP-PD, 22.03.2013)