Schmied, Ganztagsschule, Schule

Ausbauoffensive: Jede zweite Schule soll Ganztagsschule sein

Bundeskanzler Werner Faymann und Bildungsministerin Claudia Schmied drücken beim Ausbau der Ganztagsschulen aufs Tempo. Jede zweite Pflichtschule soll in der nächsten Legislaturperiode eine Ganztagsschule sein. „Die Eltern brauchen echte Wahlfreiheit“, sagte Ministerin Schmied, die auch betonte, dass die Zeit für die gemeinsame Schule reif ist.

Das neue Lehrerdienstrecht, die gemeinsame Schule und der Ausbau der Ganztagsschule – das sind die drei großen Projekte, die laut Ministerin Schmied dringend umgesetzt werden müssen. Beim Thema Ganztagsschulausbau braucht es, so wie Bundeskanzler Werner Faymann gefordert hat, eine Verdoppelung der Mittel von 160 Millionen auf 320 Millionen Euro pro Jahr. Hier muss vor allem massiv in die Infrastruktur (Lehrerarbeitsplätze und Freizeiträume) investiert werden, sagte Schmied.

Konservative Widerstände überwinden

Bei der Umsetzung der großen Reformprojekte „müssen konservative Widerstände überwunden werden“, machte Schmied klar. Kein Verständnis hat Schmied dafür, dass die ÖVP die gemeinsame Schule und die Ganztagsschule laufend diffamiert. Schließlich werden Privatschulen schon längst ganztägig geführt und die Erfolge der Neuen Mittelschule belegen, wie gut Individualisierung und Differenzierung gelingen, sagte Schmied. Bewegung auf Seiten der ÖVP forderte Schmied auch beim Thema gemeinsame Schule: „Die Zeit ist reif für die gemeinsame Schule. 100 Jahre Debatte sind genug.“

Auf der Überholspur

Ministerin Schmied verdeutlichte auch, dass die Leistungsbilanz der SPÖ-geführten Regierung im Bildungsbereich positiv ist. Mit 62 Regierungsvorlagen ist es gelungen, „von der ersten Spur auf der Bildungsschnellstraße auf die Überholspur zu wechseln“, unterstrich Schmied. Im kommenden Schuljahr geht es jetzt darum, diese „Innovationen in der Bildung zu stabilisieren und die vielen Schulreformen engagiert fortzusetzen“.

WEB-TIPP

Alle Informationen zum Schuljahr 2013/14 und zur Bildungsreform gibt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.