7-Punkte-Programm für faire Teilzeit

Eine Studie der Statistik Austria zur Verdienststruktur in Österreich zeigt, dass Teilzeitbeschäftigte einen niederen Brutto-Stundenlohn haben als Vollzeitbeschäftigte in derselben Branche in derselben Position.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek führt aus: „Besonders Frauen sind von Teilzeitarbeit betroffen und das nicht immer freiwillig. Viele haben auf Grund mangelnder Kinderbetreuungsplätzen oder Schließtagen von Kinderbetreuungseinrichtungen keine andere Möglichkeit, als Teilzeit zu arbeiten, auch wenn sie gerne mehr arbeiten würden.“ Sozialminister Rudolf Hundstorfer erklärt die Divergenzen so, dass Teilzeitbeschäftigte oft nur den Kollektivvertrag ausbezahlt bekommen, während Vollzeitbeschäftigte diverse Zulagen erhalten. „Wir wollen diese Unterschiede beseitigen, damit Frauen, die den größten Teil der Teilzeitbeschäftigen ausmachen, nicht noch mehr benachteiligt sind“, macht Hundstorfer klar.

Ausbau der Kinderbetreuung entscheidend

Zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen investiert die Regierung in den nächsten Jahren vier Mal 100 Millionen Euro, allein 50 Millionen noch heuer.  Besonders wichtig ist es die Schließtage zu verringern und durchgehende Öffnungszeiten zu garantieren. „Nur dann können sich Frauen wirklich aussuchen wie lang sie arbeiten wollen. Wir haben Respekt vor jedem Lebensentwurf, aber wir wollen Frauen die Wahlmöglichkeiten geben. Oft haben sie diese nämlich nicht“, unterstreicht Heinisch-Hosek.

Das 7-Punkte-Programm

  1. Bessere Umstiegsmöglichkeiten in die Vollzeit: Teilzeitkräfte in einem Unternehmen sollen zuerst freie Vollzeitstellen angeboten bekommen.
  2. Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Stunde
  3. 1.500 Euro kollektivvertraglicher Mindestlohn in allen Branchen
  4. Wandel der Arbeitszeitkultur: Statt vieler Überstunden, neue Vollzeitarbeitsplätze
  5. Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag
  6. Verstärkte Väterbeteiligung bei Kindererziehung z.B. durch einen bezahlten Papamonat in der Privatwirtschaft.
  7. Öffentlicher Dienst als Vorbild was Etlohnung und Anrechnung von Elternkarenzen betrifft.

 

Alle Details gibt es hier nachzulesen http://spoe.at/file/faire-teilzeit