ÖVP-Wirtschaftsprogramm: „Frontalangriff auf Arbeitnehmer“

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos kritisiert die wirtschaftspolitischen Pläne der ÖVP. Vorschläge wie umfassende Privatisierungen, weniger Kündigungsschutz oder Löhne unter dem KV sind „ein „Frontalangriff auf Arbeitnehmer“, sagt Darabos.

Konkret bezieht sich Darabos auf das Programm „Unternehmen Österreich 2025“. Die darin enthaltenden Forderungen sind eins zu eins aus den Programmen von Schwarz-Blau abgeschrieben: Privatisierungen, Lockerung des Kündigungsschutzes, Löhne unter Kollektivvertrag. Gefordert werden u.a. umfangreiche Privatisierungen etwa von Post, ÖBB, ÖMV. Eine solche „Zerschlagung der öffentlichen Unternehmen“ und „Fortsetzung des Schüssel-Grasser-Kurses“ wird es jedoch mit der SPÖ nicht geben, betont der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

ÖVP will mehr Arbeit für weniger Lohn

Ebenfalls Teil des Forderungskatalogs ist eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden – „das bedeutet mehr Arbeit für weniger Geld, also Lohnkürzungen“, macht Darabos klar. Auch die Forderung nach Löhnen unter dem Kollektivvertrag und einem aufgeweichten Kündigungsschutz für Arbeitnehmer ab 50 stößt beim SPÖ-Bundesgeschäftsführer auf massive Kritik: „Spindelegger hat mehrfach betont, dass er diese Pläne umsetzen will, wenn er sich den Kanzlertraum erfüllen kann. Um das zu verhindern, muss bei der Wahl die SPÖ gestärkt werden“, macht Darabos deutlich.

SERVICE: Für eine Dokumentation der Forderungen des ÖVP-Programms „Unternehmen Österreich 2025“ sowie die Aussagen von VP-Obmann Spindelegger zu diesem Programm hier klicken