Gratis Zahnspangen für Kinder und Jugendliche

Die SPÖ will, dass in Zukunft bis zum 18. Geburtstag Zahnspangen, Zahnersatz und Mundhygiene kostenlos sein sollen. Selbstbehalte sollen gestrichen, Familien finanziell entlastet werden.

Das Kinderzahngesundheitspaket wurde geschnürt, um Folgeschäden von Zahnfehlstellungen wie Lispeln oder Verspannungen vorzubeugen und soziale Stigmatisierung hintanzustellen. Der Gesundheitsminister erklärt: „Wir tun das für die Kinder und Jugendlichen und wir tun das für das Geldbörsel ihrer Familien.“ Denn das Einkommen der Eltern soll nicht „am Gebiss des Kindes abzulesen sein“. Norbert Darabos ergänzt: „Wir stehen für ein Top-Niveau bei Medizin und Gesundheit für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig vom Geldbörsel. Bei uns zählt nicht die Kreditkarte, sondern die e-Card.“

Finanzielle Hürden für Zahnbehandlungen abbauen

Mit diesem Schritt soll der Zugang zu Gesundheitsleistungen verbessert und finanzielle Hürden abgebaut werden. Die Selbstbehalte im Bereich der Zahngesundheit sind die größten Hürden für die Menschen. Mit den Zahnambulatorien der Sozialversicherungsträger, die seit Jahresbeginn alle Leistungen der modernen Zahnmedizin anbieten dürfen, hat der Minister bereits Verbesserungen, von denen alle Patientinnen und Patienten profitieren, durchgesetzt.

Gleicher Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle

Für Norbert Darabos bedeutet sozialdemokratische Gesundheitspolitik vor allem eines: „Dafür zu sorgen, dass jeder und jede unabhängig vom Einkommen und der sozialen Situation die beste Gesundheitsversorgung bekommt und dass alle den gleichen Zugang dazu haben.“ Österreich hat in der Krise nicht in der Gesundheit gekürzt, im Gegenteil, die Leistungen wurden sogar ausgebaut, zum Beispiel wurde das kostenlose Kinderimpfprogramm erweitert – und gleichzeitig die Kassen saniert und das österreichische Gesundheitssystem damit auf solide Beine gestellt. „Eine Zweiklassenmedizin lehnen wir klar ab“, sagte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer, „und das ist für uns kein Schlagwort, sondern ein Auftrag“. Die schwarz-blaue Gesundheitspolitik hingegen brachte weniger Leistungen und mehr Selbstbehalte.

Finanziert werden soll das Kinderzahngesundheitspaket durch eine Zweckbindung der Tabaksteuer für gesundheitspolitische Maßnahmen. Dafür wären weniger als zehn Prozent dieser Steuereinnahmen nötig. „Das müssen uns unsere Kinder wert sein“, betonte der Gesundheitsminister. 

1 Monatsgehalt Ersparnis

SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser rechnet vor: „Für ein alleinerziehendes Elternteil kostet eine Zahnspange durchschnittlich über 1.500 Euro pro Jahr, im Schnitt sind das bis zu sieben Prozent des Jahresbruttoeinkommens. Der Entfall des Selbstbehaltes bringt bis zu einem Monatsnettogehalt mehr – Geld, das die junge Familie gut gebrauchen kann.“ Und für Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger ist klar: „Der Zugang zur Spitzenmedizin darf nicht von der Dicke der Geldbörse abhängen.“ Die Kinderfreunde unterstützen den Vorstoß ebenfalls als weiteren Schritt zur Sicherstellung von Zahngesundheit für alle Kinder und Jugendlichen – und nicht nur Familien von Besserverdienern.

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