Schwarz- Blau wird schon ausgepackelt

Eine Neuauflage der unsäglichen schwarz-blauen Koalition kann nur durch eine starke Sozialdemokratie verhindert werden.

Im gestrigen „Klartext“ auf Ö1 lies FPÖ-Strache keine Zweifel offen:  Wenn es sich ausgeht, dann kommt Schwarz-Blau. Die Machtsucht geht soweit, dass die FPÖ auch einen ÖVP-Kanzler unterstützen würde, selbst wenn diese nur Dritter wird. Alle Umfragen deuten darauf hin, dass sich eine Zweier-Koalition zwischen ÖVP und FPÖ nicht ausgehen wird. Um an die Macht zu kommen, kann es gut sein, dass das Team Stronach ins Boot geholt wird. Die ÖVP hat offenbar kein Problem damit, mit einer Partei zu koalieren, die keine klare Abgrenzung zum Rechtsextremismus hat, wie erst unlängst Hitler-Grüße bei einer Wahlkampfveranstaltung der FPÖ in Graz beweisen. "Spindelegger sagt, er tritt als Dritter zurück, und die FPÖ spielt den Steigbügelhalter für die ÖVP – all das hatten wir schon einmal. Spindelegger ist ein Schüssel ohne Mascherl, aber mit der gleichen Masche", machte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos deutlich. Selbst nach dem Kühnen-Gruß des FPÖ-Bundesgeschäftsführers hält sich die ÖVP explizit alle Optionen offen. Bei diversen Veranstaltungen, wie etwa bei jener der FPÖ mit Sarrazin, üben sich prominente Figuren beider Parteien in trauter Einigkeit.

Keine Chaosexperimente

Umso wichtiger ist es, dass die SPÖ gestärkt aus dieser Wahl hervorgeht. "Nur mit einer starken Sozialdemokratie wird verhindert, dass es zu einem Chaosexperiment aus Schwarz-Blau-Stronach kommt. Werner Faymann ist der Garant dafür, dass Österreich auch in den kommenden Jahren erfolgreich regiert wird – er ist der beste Bundeskanzler für unser Land“, macht Darabos klar.