Steuern, Familie, arbeit

SPÖ schnürt „Fairness-Paket für Frauen“

Die SPÖ will ein „Fairness-Paket für Frauen“.  Vom SPÖ-Modell der Steuerentlastung profitieren Frauen besonders, ebenso wie von mehr Kinderbetreuung und Ganztagsschulplätzen, betonen Fauenministerin Heinisch-Hosek und Staatssekretär Schieder.

Das SPÖ-„Fairness-Paket für Frauen“

SPÖ-Steuerentlastung – 1/3 weniger Steuer bei Frauen-Durchschnittseinkommen

Die von der SPÖ geplante Steuersenkung sieht u.a. einen niedrigeren Eingangssteuersatz für die Einkommensgruppe zwischen 11.000 und 16.000 Euro Jahresbrutto vor – 60 Prozent der Menschen in dieser Einkommensgruppe sind Frauen, die dann künftig weniger Steuer zahlen. Das durchschnittliche Einkommen von Frauen liegt bei 1.500 Euro brutto – mit der SPÖ-Steuersenkung zahlt man bei diesem Einkommen um ein Drittel weniger Steuer.

 „Die Steuerreform ist sozial gerecht und ökonomisch vernünftig, weil eine Entlastung des Faktor Arbeit wichtig für die Konjunktur ist. Sie ist gegenfinanziert und damit aufkommensneutral“, so  Finanzstaatssekretär Andreas Schieder.

Echte Vereinbarkeit – Mehr Kinderbetreuung und Ganztagsschulen

Wahlmöglichkeit für Frauen und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – dafür braucht es auch mehr Angebot. Insgesamt 400 Mio. Euro soll in den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen geben. Dann soll es auch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Geburtstag geben. Massiv ausbauen will die SPÖ außerdem Ganztagsschulplätze. Ziel: Bis 2018 soll es für jeden zweiten/r Pflichtschüler/in einen Ganztagsschulplatz geben.

 „Wir wollen Wahlfreiheit, keinen Zwang. Aber erst wenn es ausreichend Angebot gibt, kann man von Wahlfreiheit sprechen“, sagt Frauenministerin Garbiele HeiniscHosek.

Mindestlohn von 1.500 Euro

Die SPÖ unterstützt die Gewerkschaften, dass es für alle Branchen 1.500 Euro Mindestlohn für einen Vollzeitjob gibt. Da der Frauenanteil in Niedriglohn-Branchen besonders hoch ist, hätten vor allem sie etwas von einem höheren Mindestlohn.

„Wir haben in vielen Branchen mittlerweile 1.300 Euro Mindestlohn. Es ist nicht einzusehen, warum man aufgrund der gestiegenen Lebenserhaltungskosten nicht diesen nächsten Schritt zu 1.500 Euro Mindestlohn für einen Vollzeitjob geht“, so Heinisch-Hosek.

Rechtsanspruch auf Vollzeitarbeit

Auch für die große Anzahl teilzeitbeschäftigter Frauen will die SPÖ Verbesserungen: Bei regelmäßiger Mehrarbeit soll es einen Rechtsanspruch geben,  auf Vollzeit zu wechseln. Unternehmen, die einen Vollzeitjob ausschreiben, sollen ihre Teilzeitbeschäftigten darüber zuerst informieren müssen.