SPÖ-Wahlabschluss – Sozialdemokratie ist notwendiger denn je

Großartige Stimmung beim SPÖ-Wahlfinale im voll besetzten Festzelt: Zahlreiche prominente Gäste und rund 1.000 UnterstützerInnen sind erschienen, um unter dem Motto "Gemeinsam für Österreich" mit Bundeskanzler Werner Faymann das Finish eines spannenden Wahlkampfes einzuläuten.

Bundeskanzler Werner Faymann: „Sorge dafür, dass Arbeitnehmer anständig behandelt werden“
Bundeskanzler Werner Faymann betonte wie wichtig eine starke Sozialdemokratie für die Menschen ist: „Wir als Arbeitnehmerbewegung, die Gewerkschaften, die Sozialdemokratie, wir sind dringender notwendig als je zuvor, in einer Zeit, wo wir uns sorgen müssen, dass man von der Arbeit leben kann. In der Wirtschaftskrise, in der wir die Banken gerettet und den Finanzmärkten auf die Beine geholfen haben, ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmer anständig behandelt werden.“ ÖVP-Chef Spindelegger hingegen findet, dass 1.500 Euro für eine Vollzeit-Arbeit zu viel seien; gleichzeitig wolle die ÖVP einen 12-Stunden-Arbeitstag einführen und dass Überstunden nicht bezahlt werden.
 Der Kanzler betonte außerdem: „Wir wollen die Kinderbetreuung und die Ganztagsschulplätze ausbauen: Jeder zweite soll bis 2020 die Möglichkeit haben, einen Platz in Anspruch zu nehmen. Wenn ich da höre, das sei ein Zwang, dann kann ich nur sagen: Es ist höchste Zeit, dass Österreich, das sonst überall Vorbild ist, den Zwang für die Frauen, zuhause zu bleiben, beendet und für ein ordentliches Angebot sorgt“, sagte Faymann. Denn zwölf Stunden zu arbeiten, während die Kindergärten um 12 Uhr zusperren, ist weit weg von der Wirklichkeit und den Sorgen der Menschen, „und deswegen braucht es uns“. Faymann bedankte sich bei allen, die so viel gelaufen sind in den letzten Tagen – den Gewerkschaften, den Bürgermeistern, auch Nicht-Politikern und dem Personenkomitee. Die Wahlbewegung könne einer allein nicht führen. „Wer den Weg Österreichs als Land des Respekts unterstützt, den bitte ich, uns bei der Wahl die Stimme zu geben, sodass die Lok in die richtige Richtung fährt. Egal, welche Farbe der zweite oder dritte Waggon hat, die Lok muss rot sein!“, appellierte Faymann an Wahlhelfer und Wählerinnen und Wähler.

Darabos: „Unser Kurs ist der richtige“
"Unser Kurs ist der richtige", unterstrich Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos in seiner Rede. Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit und sichere Pensionen sind die entscheidenden Themen, die den Menschen am meisten am Herzen liegen. Diese werden alle mit der SPÖ in Verbindung gebracht. Am Sonntag werde es darum gehen, "das in einen Wahlsieg umzuwandeln", machte der Wahlkampfleiter der SPÖ deutlich. Auf der einen Seite stehen Parteien, die die Menschen verunsichern, etwa in Bezug auf eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters, mit Plänen über die Einführung eines 12-Stunden-Arbeitstages oder dem Schlechtreden des Wirtschaftsstandorts. Auf der anderen Seite steht die SPÖ und mit Werner Faymann ein Kanzler, "auf den sich die Menschen verlassen können.  "Ich habe mich gefreut, als Wahlkampfleiter einen solchen Wahlkampf führen zu dürfen", betonte Darabos und bedankte sich bei den vielen Helfern und Unterstützern für ihren Einsatz, insbesondere bei Bundeskanzler Werner Faymann, der "mehr als 15.000 km zurückgelegt und mehr TV-Auftritte als jeder andere mit Bravour absolviert hat."
Häupl: „Wer für Gerechtigkeit ist, kann nur die SPÖ wählen“
Wer den sozialen Zusammenhalt, wer die beste Zukunft für die Jugend und für die älteren Menschen den wohlverdienten Wohlstand will, der kann nur die SPÖ wählen. Das betonte der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl. Die letzten 48 Stunden bis zur Wahl müssen noch genutzt werden, um genau diese Botschaft unter die Menschen zu tragen. Auch bot Häupl ein Resümee der letzten Monate: "Es wurde ein enorm inhaltlicher Wahlkampf geführt und jeder konnte sehen und hören, wer für Gerechtigkeit und wer für Ungerechtigkeit steht." Häupl sprach das Thema Steuerpolitik an. Hier stehen einander zwei Konzepte gegenüber:  Auf der einen Seite die Finanztransaktionssteuer und Millionärssteuer, und auf der anderen Seite die ÖVP, die dafür ist, dass die Reichen noch reicher werden. Häupl verwies auch auf die unsäglichen Dirty-Campaigning-Aktionen, wie etwa die Türhänger, gespickt mit falschen Anschuldigungen, die verteilt wurden. Dagegen helfe nur am Sonntag zur Wahl zu gehen und Sozialdemokratie zu wählen.

Tolle Stimmung, viele Gäste
Anwesend  waren neben vielen anderen die Regierungsmitglieder Josef Ostermayer, Andreas Schieder, Doris Bures, Alois Stöger, Claudia Schmied, Rudolf Hundstorfer, Gerald Klug und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Außerdem waren dabei: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, PVÖ-Präsident Karl Blecha, FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian, JG-Vorsitzende Katharina Kucharowits, die UnterstützerInnen der "Initiative für Bundeskanzler Werner Faymann" sowie SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Norbert Darabos dabei.