Die Schwerpunkte eines Regierungsprogrammes sind Budget, Beschäftigung, Bildung und Verwaltungsreform

Bildung und Wissenschaft bezeichnet Bundeskanzler Werner Faymann als die "Schlüssel für den Erfolg für unsere Gesellschaft und für die Zukunft dieses Landes". Bis Weihnachten erwartet sich der Kanzler konkrete Ergebnisse, zu den Verhandlungen sollen auch Experten hinzugezogen werden.

 
Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger skizzierten nach einer ersten "koordinierenden Verhandlungsrunde" von SPÖ und ÖVP zur Bildung einer neuen Bundesregierung den Fahrplan zum Zustandekommen einer neuen Koalition und deren inhaltlichen Schwerpunkte. Herzstücke einer möglichen Koalition sind die Erarbeitung eines Budgets bei Beibehaltung der Schuldenbremse, Beschäftigung und Konjunktur, Bildung und Verwaltungsreform, erklärte der Bundeskanzler.
 
 "Berechenbar und verlässlich", so Kanzler Faymann, hat man in diesen ersten Verhandlungen der Koordinationsgruppe acht Arbeitsgruppen festgelegt. Diese Arbeitsgruppen werden "die Projekte und inhaltlichen Themen widerspiegeln, welche die Herzstücke einer fünfjährigen Regierung sind". Faymann wünscht sich dabei, dass an den wichtigsten Zielen, die sich die Regierung bereits in der vergangenen Legislaturperiode und auch im Wahlkampf gesteckt hat, erfolgreich weitergearbeitet wird. 
 
Die Themen der acht Arbeitsgruppen
 
Die Themen der acht Arbeitsgruppen sind Finanzen, Wachstum, Zukunft, Bildung, Länger gesund leben und arbeiten, Österreich in Europa und in der Welt, Sicherheit und Rechtsstaat, Staatsreform und Direkte Demokratie. Bis Weihnachten erwartet sich der Kanzler konkrete Ergebnisse. Zu den Verhandlungen sollen auch Experten hinzugezogen werden, Faymann nannte in dem Zusammenhang etwa Bildungsexperten sowie Wirtschaftsforscher.
 
An wichtigen Zielen wie Schuldenabbau, Schuldenbremse, niedrige Zinsenquote, richtige Investitionen in den zentralen Ressorts hat die Regierung in der vergangenen Legislaturperiode erfolgreich gearbeitet, dies wird man auch nach der Wahl weiterverfolgen, um die finanzielle Stabilität Österreichs zu erhalten. Die Bereiche Bildung und Wissenschaft nannte Bundeskanzler Faymann als die "Schlüssel für den Erfolg für unsere Gesellschaft und für die Zukunft dieses Landes".
 
Faktisches Pensionsalter, Außenpolitik, Verwaltungsreform
 
Im Bereich "Länger gesund leben und arbeiten" geht es um das faktische Pensionsalter sowie um das Investieren in die weitere Beschäftigung älterer Menschen. In der Landesverteidigung sollen die nötigen und bereits begonnenen Reformen fortgeführt werden. Als wichtigste Komponenten der österreichischen Europa- und Außenpolitik nannte der Bundeskanzler die Vertretung österreichischer Interessen, den sozialen Ausgleich, Kernenergie und grenznahe Atomkraftwerke sowie den ländlichen Raum. Die Europapolitik soll wie bisher in enger Absprache der Koalitionspartner erfolgen.
 
Zur Verwaltungsreform äußerte der Bundeskanzler, dass diese wie bisher unter Einbindung der Landeshauptleute erfolgen muss. Verhandlungen müssen gut vorbereitet durchgeführt werden, Faymann nannte als erfolgreiche Beispiele der letzten Legislaturperiode die Spitalsreform sowie die Schuldenbegrenzung.