Freiheitskämpfer, Nedwed

Sozialdemokratie trauert um Ernst Nedwed

Die sozialdemokratische Familie trauert um Ernst Nedwed, der sowohl als Wiener SPÖ-Kommunalpolitiker als auch als Nationalratsabgeordneter und Freiheitskämpfer Unverzichtbares geleistet hat. Nedwed hatte sich bis zuletzt dem Kampf gegen Neofaschismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus verschrieben.

Rudas und Darabos: Gewissen der Sozialdemokratie

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sind tief betroffen über das Ableben des Freiheitskämpfers: „Mit Ernst Nedwed verlieren wir einen großen Sozialdemokraten und einen engagierten Antifaschisten. Mit seinem beharrlichen Kampf gegen den Faschismus und seinem unermüdlichen Einsatz für die Opfer des Faschismus war Ernst Nedwed das Gewissen der Sozialdemokratie“, so Darabos und Rudas. „Dieses Engagement und sein Lebenswerk werden uns immer Vorbild sein“, betonen die SPÖ-Bundesgeschäftsführer.            

Häupl und Deutsch: Große Empathie für Benachteiligte und Schwache

Bereits mit Beginn seines politischen Engagements hatte sich Nedwed dem Kampf gegen den Faschismus verschrieben. „Seine antifaschistische Arbeit dient uns auch als Basis, um Generationen von Wienerinnen und Wienern über die Gräuel des Nationalsozialismus aufzuklären. Damit sich solche Ereignisse nie wieder wiederholen. Danke Ernst!", betonen der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl und der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch. In allen politischen Funktionen, die er innehatte, setzte sich Nedwed „mit großer Empathie für die Schwachen bzw. Benachteiligten in unserer Gesellschaft ein. Alle müssen gleiche Chancen erhalten, war sein Credo!", erinnern Häupl und Deutsch.

Ludwig: Der Jugend Raum gegeben

Auch in Sachen Bildung hat Nedwed wichtige Arbeit geleistet, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Michael Ludwig.  „Ihm war stets wichtig, nicht die Asche zu bewahren, sondern das Feuer und die Flamme antifaschistischer Arbeit weiterzutragen und dabei auch der Jugend Raum zu geben. Darauf aufbauend war ihm vor allem die politische Bildung der nachfolgenden Generationen ein Anliegen.“ Mit seiner unermüdlichen Arbeit als Wiener Landesbildungsvorsitzender der SPÖ, als Vorstand der VHS Rudolfsheim-Fünfhaus sowie als Präsident des Wiener Volksbildungswerks und als Kultursprecher der SPÖ-Fraktion im Parlament erwarb Nedwed  „hohes  Ansehen und Respekt", betont Ludwig. „Als Bundesbildungsvorsitzender der SPÖ war er einer meiner Vorgänger und mein Vorbild."
 

Über Ernst Nedwed

Ernst Nedwed wurde am 26. Mai 1929 in Wien geboren. Zwischen 1945 und 1960  hatte Nedwed verschiedene Funktionen in der Sozialistischen Jugend inne. 1969 wechselte Nedwed in den Wiener Landtag. Auch im Bildungsbereich engagierte sich Nedwed: So war er ab 1976 Landesbildungsobmann und zwischen 1989 und 2008 Präsident des Wiener Volksbildungswerkes. Von 1978 bis 1992 war Ernst Nedwed Abgeordneter zum Nationalrat. Ab dem Jahr 2007 war Ernst Nedwed Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en.