Schuldnerberatung, Schulden

Finanzielle Nöte nach dem weihnachtlichen Konsumrausch

Konsumentenschutzsprecherin Elisabeth Grossmann spricht sich deshalb für den raschen Ausbau der Schuldnerberatung aus. "Gerade zu Weihnachten haben sich viele Menschen finanziell übernommen. Das Arbeitsprogramm der Bundesregierung sieht eine Stärkung und einen Ausbau der Schuldnerberatung vor.

 
Wir müssen nun rasch an die Umsetzung gehen, um menschliches Leid zu lindern und zu verhindern", so Grossmann, die betont, dass es sich bei der Schuldnerberatung nicht nur um Hilfe im Ernstfall handle, sondern auch um Prävention durch fachkundige Beratung.
 
Gerade nach Weihnachten erwarten die Schuldnerberatungsstellen einen erhöhten Ansturm, erläutert Grossmann. Die Wiener Schuldnerberatung erwartet beispielsweise 700 Neuanmeldungen im Verlauf des Monats. Im Vorjahr hat es insgesamt rund 4.000 Wiener Privatkonkursanträge gegeben. Das Regierungsübereinkommen sieht nun Prävention, Schuldeneindämmung und den Ausbau der Schuldnerberatung vor. "Ein besonderes Augenmerk muss auch auf Jugendliche und junge Erwachsene gelegt werden. Hier müssen wir schon sehr früh präventiv ansetzen und auf verstärkte Verbraucherbildung setzen. Wir müssen junge Menschen durch Budgetberatung und Hilfestellung im persönlichen Finanzmanagement dahingehend unterstützen, dass sie mit ihrem Geld besser auskommen", sagt Grossmann.