Aus für das Plastiksackerl

Das EU-Parlament hat sich mit überwältigender Mehrheit für eine Strategie zur Vermeidung von Kunststoffmüll ausgesprochen. Insbesondere das Plastiksackerl soll weitgehend verbannt werden. Allein im Jahr 2010 wurden in der EU 95,5 Milliarden Plastiksackerl ausgegeben.

„Plastiksackerl, die weder kompostierbar noch biologisch abbaubar sind, müssen endlich verbannt werden“, sagt SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach. Durch Plastikmüll werden Gewässer stark verschmutzt. Riesige Plastikinseln treiben durch die Meere und gefährden Fischbestände. Darüber hinaus werden auch wertvolle Ressourcen verschwendet, denn für die Produktion werden große Mengen an Erdöl verbraucht.

„Mit Aufklärungskampagnen allein wird man das Problem nicht lösen können, deshalb brauchen wir strenge Regelungen, um den Plastikmüll einzudämmen“, sagt Kadenbach. Die EU-Kommission will die Verpackungsrichtlinie neu gestalten, um den Müllberg zu reduzieren und strengere Vorgaben für Recycling zu implementieren.

Allein im Jahr 2010 wurden in der EU 95,5 Milliarden Plastiksackerl ausgegeben. Die weltweite Produktion von Plastik könnte sich laut Prognosen bis 2050 verdreifachen. Für die SPÖ-EU-Politikerin ist klar: „Europa muss nun seinen Beitrag leisten, damit dieses Szenario nicht Realität wird.“