Gedenken, Februar-Kämpfe

Februar-Kämpfe: Gemeinsame Kranzniederlegung der Regierungsspitze

80 Jahre nach den Februar-Kämpfen 1934 ehren Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger gemeinsam bei einer Gedenkveranstaltung die Opfer. Johannes Schwantner, Bundesvorsitzender der Freiheitskämpfer/innen, wertet das als „einen Schritt mit großer symbolischer Kraft“.  

Für 11. Februar ist eine gemeinsame Kranzniederlegung von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger beim Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich am Wiener Zentralfriedhof geplant.  Kanzler Faymann dazu: „Bei allen Unterschieden gilt es das gemeinsame Ziel des Friedens, des Wohlstands und des sozialen Miteinanders zu gewährleisten. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind die Basis eines freien Österreich.“ Vizekanzler Spindelegger spricht von einem „starken Signal des Zusammenhalts“ und einem „klaren Bekenntnis zu Österreich und zu Europa abseits ideologischer Trennlinien“.

Gute Zusammenarbeit der Opferverbände

Bei der gemeinsamen Kranzniederlegung der Regierungsspitzen von SPÖ und ÖVP, Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger, sind auch die Opferverbände von SPÖ und ÖVP, der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en, und die ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich sowie der KZ-Verband (Bundesverband österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus) anwesend. Für Johannes Schwantner ist die gemeinsame Kranzniederlegung nach der Rehabilitierung der Opfer des Austrofaschismus ein weiteres wichtiges Zeichen dafür, „dass sich SPÖ und ÖVP gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen“. Die gemeinsame Gedenkveranstaltung unterstreicht aber auch die gute Zusammenarbeit der Opferverbände beider Parteien, sagt Schwantner.

Vergangenheit gemeinsam aufarbeiten

Vor zwei Jahren wurde im Nationalrat das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen, mit dem alle Personen, die zwischen 1933 und 1938 verurteilt, angehalten bzw. ausgebürgert wurden, weil sie sich für ein unabhängiges und demokratisches Österreich eingesetzt hatten, rehabilitiert wurden. „Das war ein großer Schritt, für den sich insbesondere Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und ihr damaliger Stellvertreter Fritz Neugebauer mit viel Engagement eingesetzt hatten“, betont Schwantner. Dass sich die Regierungsspitzen und Opferverbände von ÖVP und SPÖ nun einfinden, um gemeinsam der Opfer der Februar-Kämpfe zu gedenken, sei ein „weiteres wichtiges Signal, dass sich beide in Richtung einer gemeinsamen Aufarbeitung der Vergangenheit bewegen“, unterstreicht Schwantner.

 

Veranstaltungshinweis: Gedenkveranstaltung der Wiener Bildung am 12. Februar

Mit Bundeskanzler Werner Faymann, Bürgermeister Michael Häupl, Stadtrat Michael Ludwig, Marina Hanke, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, Johannes Schwantner, Vorsitzender FreiheitskämpferInnen Wien.