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ÖBB bleiben auf Erfolgskurs

Infrastrukturministerin Doris Bures hat die Ziele der ÖBB für die nächsten fünf Jahre präsentiert. Investitionen in zukunftsweisende Infrastrukturprojekte sollen getätigt, der öffentliche Verkehr ausgebaut und die Konzernstruktur weiter verschlankt werden.

„Die ÖBB sind heute dank erfolgreich umgesetzter Reformmaßnahmen eines der wettbewerbsfähigsten Eisenbahnunternehmen in Europa“, so die Ministerin. Heute kann das Unternehmen positive Bilanz ziehen: Die Profitabilität wurde gesteigert, alle Infrastrukturprojekte liegen im Kosten- und Zeitplan, mehr Menschen als je zuvor nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und die ÖBB belegen mit 96,5 Prozent nach der Schweizer Bahn den zweiten Platz in Europa in Sachen Pünktlichkeit.

12,7 Milliarden Euro werden in Schiene investiert

Die Pläne für die Zukunft umfassen unter anderem den Ausbau der Schiene. Im Rahmenplan 2013 bis 2018 sind 12,7 Milliarden Euro für den Schienenausbau und die Erneuerung des Schienennetzes vorgesehen. Ein Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild soll dafür sorgen, dass „Busse und Züge optimal verlinkt werden“. Auch sollen künftig noch mehr Güter auf die Schiene verlagert werden und die großen Verkehrsachsen werden wie geplant ausgebaut. Im Personenverkehr soll ein Plus von 15 Prozent bei den Personenkilometern erreicht werden, beim Güterverkehr soll das Transportvolumen, in Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, um zehn Prozent gesteigert werden. Mit 100 neuen Zügen für den Nah- und Regionalverkehr wird überdies massiv in das Angebot für die Fahrgäste investiert. Insgesamt geht es der Ministerin um die „intelligente Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger“, wobei die umweltfreundliche Schiene Vorrang hat.

ÖBB weiter wettbewerbsfähig machen

Bezogen auf das Unternehmen ÖBB geht es um die nachhaltige Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Dazu soll unter anderem die Konzernstruktur weiter verschlankt werden, angefangen bei der obersten Führungsebene. Auch die Verwaltung wird weiter reduziert. Gleichzeitig wird massiv in Programme investiert, die zum Ziel haben, die Mitarbeiter länger gesund im Betrieb zu halten. Auch die Frauenquote soll weiter erhöht werden. Bures ist zuversichtlich, dass die Ziele für die kommenden fünf Jahre erreicht werden. Nicht zuletzt deswegen, weil die Verantwortlichen in Management und in der Aufsicht "das hervorragend und professionell machen", womit die Ministerin direkt ÖBB-Chef Christian Kern und den Aufsichtsratspräsidenten Horst Pöchhacker ansprach. Pöchhacker betonte, dass der Aufsichtsrat Christian Kern nach seiner erfolgreichen Performance seit dem Jahr 2010 weiter ans Unternehmen binden will.