1,6 Milliarden Euro mehr für Familien

Die Bundesregierung will beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter „gemeinsam Gas geben“, betont Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek . Rund 1,6 Milliarden Euro werden dafür bis 2018 zur Verfügung gestellt.

Die Bundesregierung will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter vorantreiben. „Das ist ein ganz wichtiges Thema“, sagte Heinisch-Hosek im Pressefoyer mit Familienministerin Karmasin nach dem Ministerrat. In drei Schritten soll die Familienbeihilfe erhöht werden, angefangen mit einer Erhöhung von vier Prozent ab 1. Juli 2014. 350 Millionen Euro werden in den Ausbau der Kleinkindbetreuung investiert, 400 Millionen Euro für mehr Ganztagsschulplätze zur Verfügung gestellt. Auch individuelle Betreuungsmöglichkeiten und die Betreuung durch Tageseltern sollen gefördert werden. Damit wird auch das Verhältnis von Geld- zu Sachleistungen „ein Stück weit ausgewogener“, betonte  Heinisch-Hosek. Die Ministerinnen wollen außerdem das Thema „Papa-Monat“ in der Wirtschaft weiter vorantreiben und Unternehmen von den Vorteilen überzeugen.

Brunner: Gute Kombination aus Geld- und Sachleistungen

Als eine gute Kombination von Geld- und Sachleistungen bezeichnet SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner die Pläne der Regierung. „Beruf und Familie muss für die Eltern gut vereinbar sein", unterstreicht Brunner. Gerade bei den unter 3-Jährigen besteht noch großer Aufholbedarf bis das Barcelona-Ziel von 33 Prozent Betreuungsquote erreicht ist. „Wichtig sind auch die Öffnungszeiten, die mit einem Ganztagsjob vereinbar sein sollen“, so Brunner. Ein bundesweiter Qualitätsrahmen soll bis 2016 für einheitliche Standards in ganz Österreich sorgen.

Lueger: Väterbeteiligung bei Kindererziehung erhöhen

SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger begrüßt das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Lueger fordert aber auch eine stärkere Bewusstseinsbildung, „um die Väterbeteiligung an der Kindererziehung weiter zu erhöhen". Eine erste wichtige Reform dazu hat Ministerin Heinisch-Hosek schon in der vergangenen Legislaturperiode umgesetzt – den Papa-Monat im Öffentlichen Dienst. Dieser muss ausgebaut werden, so Lueger. Sie begrüßt daher die Idee der Frauenministerin, den Papa-Monat für die Privatwirtschaft im Rahmen der Reform des Kindergelds zu einem "Kinderbetreuungsgeldkonto" anzugehen.