Friedensmissionen; EU; Balkan; Zentralafrika

Beteiligung an Friedensmissionen wird auf hohem Niveau fortgesetzt

Die Regierung will das Engagement in Friedensmissionen auf hohem Niveau fortsetzen und dafür 1.100 Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung stellen. Noch im ersten Halbjahr 2014 soll daher etwa das Kontingent bei KFOR im Kosovo um bis zu 130 Mann aufgestockt werden.

Das neue österreichische Kontingent wird vor allem im Norden des Kosovo zum Einsatz kommen und ersetzt dort das französische Kontingent, das in Kürze abziehen wird. Derzeit ist Österreich mit 370 Soldatinnen und Soldaten vor Ort, danach werden es rund 500 sein.

Gemeinsam mit der Verstärkung in Bosnien um rund 100 Mann werde damit das Engagement am Balkan deutlich ausgebaut. "Damit sind wir größter Truppensteller in Bosnien, größter nicht NATO-Truppensteller im Kosovo und stärkster Truppensteller am Balkan", erklärt Verteidigungsminister Gerald Klug. Der Minister hob auch die Verantwortung der EU für die gesamte Region hervor, die sich auch im Engagement des Österreichischen Bundesheeres spiegle.

Weiters ist das Österreichische Bundesheer mit bis zu neun Stabsoffizieren an der Mission in Zentralafrika für die Einsatzvorbereitung und strategische Planung beteiligt. "Unsere Experten werden vor allem im Hauptquartier im griechischen Larissa Dienst versehen", sagt Klug, betont aber, dass dies einen fallweisen Einsatz vor Ort, direkt in der Zentralafrikanischen Republik, nicht ausschließe.

Der Verteidigungsminister erklärt auch grundsätzlich seine Überzeugung, dass eine Beteiligung Österreichs an diesen Friedens-Missionen vor allem auch eine wesentliche Maßnahme zur Friedenssicherung in Europa und damit in Österreich sei, da es gelte, "dort Verantwortung zu übernehmen, wo Krisen und Unruhen entstehen".