550 Mio. Euro für Arbeitsmarktpaket

Die Regierung hat sich auf das bereits im Regierungsprogramm vorgesehene Arbeitsmarktpaket geeinigt. 550 Mio. Euro werden in Maßnahmen wie Lohnnebenkostensenkungen und Förderungen älterer Arbeitnehmer investiert.

Geplant sind u.a. Initiativen, um die "Generation 50+" wieder in den Erwerbsprozess zu bringen, sagte Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer. Dafür will die Regierung insgesamt 350 Mio. Euro in die Hand nehmen. Eine Neugestaltung der Eingliederungsbeihilfe ist geplant. Zudem soll verstärkt in die Integration in sozialökonomischen Betrieben, also den zweiten Arbeitsmarkt, investiert werden. Die restlichen 200 Mio. Euro auf die insgesamt 550 Mio. Euro des Arbeitsmarktpakets sind für Lohnnebenkostensenkungen vorgesehen.

Hundstorfer erwartet sich durch die Schaffung von Stellen für ältere Arbeitnehmer in sozioökonomischen Betrieben eine Verringerung der Arbeitslosigkeit: "Ich hoffe, dass es möglich ist, ein paar hundert, ein paar tausend Menschen wieder in Beschäftigungen zu bringen." Weitere positive Effekte erhofft sich der Sozialminister durch die Möglichkeit der Teilpension etwa für erkrankte Menschen.

Das Arbeitsmarktpaket soll im März auf der Tagesordnung des Nationalrats stehen.

Oberhauser: Für Generation 50+ ist beruflicher Wiedereinstieg schwierig

SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Oberhauser begrüßt die Einigung, speziell die Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. "Die Generation 50+ hat es beim beruflichen Wiedereinstieg besonders schwer. Doch jede erfolgreiche Wiedereingliederung ist ein Gewinn sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für die Gesellschaft und die jeweiligen Betriebe."