Ukraine, Zahnspange, Handwerkerbonus

Kanzler Faymann: Ministerrat beschließt Gratis-Zahnspange und den Handwerkerbonus

Im Ministerrat wurden der Handwerkerbonus und die Gratis-Zahnspange beschlossen. „Sowohl der Handwerkerbonus als auch die Zahnspangen sind ein Beispiel, dass wir auch in den härtesten wirtschaftlichen Zeiten und trotz notwendiger Sparsamkeit unsere Kräfte bündeln“, betonte Bundeskanzler Faymann.

 
Die Gratis-Zahnspange soll ab Juli 2015 eingeführt werden und für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag gelten, die sie aus medizinischen Gründen benötigen. Das Gesundheitsministerium geht von einem Bedarf von rund 85.000 Zahnspangen im Jahr aus. „Die Zahnspange ist für viele Kinder notwendig und oft sind die Eltern unsicher, wie sie das finanzieren sollen.“ Daher werde diese finanzielle Barriere für Eltern nun abgebaut, erklärte der Bundeskanzler im anschließenden Pressefoyer.
 
Der Handwerkerbonus soll bereits mit Juli heurigen Jahres in Kraft treten und „unterstützt sowohl die Handwerker als auch die heimische Wirtschaft und damit die Bevölkerung“. Der Handwerkerbonus bringt eine steuerliche Entlastung von Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten im privaten Haushalt durch eine Absetzbarkeit eines Teils der in Rechnung gestellten Kosten. Steuerlich gefördert werden die Lohnkosten der HandwerkerInnen. Zu den steuerlich begünstigen Arbeiten zählen etwa das Streichen und Tapezieren von Innenwänden, kleine Reperaturen, die Erneuerung des Bodenbelags oder der Austausch von Fenstern.
 
Die Demokratie in der Ukraine unterstützen!
 
Der Bundeskanzler kündigte an, dass Österreich sich in der Europäischen Union aktiv einbringen wird, „die Ukraine dabei zu unterstützen, Voraussetzungen für demokratische Wahlen zu schaffen“. Österreich unterstützt „Rechtsstaatlichkeit und demokratische Werte, aber auch wirtschaftlich tragbare Lösungen“. Eine Einbindung des Internationalen Währungsfonds hält Faymann dafür für besonders geeignet. Weiters machte der Bundeskanzler klar, dass die „Europäische Union eine gemeinsame Verantwortung hat“, diese Region zu unterstützen. Dafür brauche es zwar „viel politisches Feingefühl, aber eine klare Unterstützung“.