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Gratis-Zahnspange im Nationalrat fixiert – NEOS dagegen!

Der Nationalrat hat die Gratis-Zahnspange bis 18 fixiert. Die Familien von rund 85.000 anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen werden damit finanziell entlastet und den jungen Menschen ein gesundes Lächeln geschenkt.

Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag, die eine erhebliche Zahn- oder Kieferfehlstellung haben und daher aus medizinischen Gründen eine Zahnregulierung benötigen, erhalten ab 1. Juli 2015 eine Gratis-Zahnspange. Gesundheitsminister Alois Stöger hat sich bereits im Sommer letzten Jahres dafür eingesetzt und durchgesetzt, dass das Vorhaben im Regierungsprogramm verankert wurde. Die SPÖ hat Wort gehalten: Nachdem die Gratis-Zahnspange bereits den Ministerrat und den Gesundheitsausschuss im Parlament passiert hat, wurden jetzt im Plenum Nägel mit Köpfen gemacht und diese wichtige Maßnahme für gesunde Kinderzähne beschlossen.

Gratis-Zahnspange kommt 85.000 Kindern zugute

„Mit der Gratis-Zahnspange bauen wir Barrieren für eine notwendige Behandlung ab und entlasten Familien finanziell“, freut sich SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger. Für den Gesundheitsminister ist „diese Investition in die Gesundheit unserer Kinder ein gesundheitspolitischer Meilenstein“ und ein „europäisches Leuchtturmprojekt“. Rund 85.000 anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche werden im Jahr erwartet. Der Bund stellt 80 Mio. Euro dafür zur Verfügung. „Während in vielen Teilen Europas Sozial- und Gesundheitsleistungen abgebaut werden, zeigt Österreich, wie mit gemeinsamen Anstrengungen Leistungsausbau auch in finanziell schwierigen Zeiten möglich ist“, unterstreicht der Gesundheitsminister.

Gesunde Zähne unabhängig vom Geldbörsel der Eltern

Wichtig war, dass Kindern unabhängig vom Geldbörsel der Eltern ein gesundes Lächeln ermöglicht wird. Denn für Spindelberger ist klar: „Wir wollen nicht, dass man am Gebiss der Kinder das Einkommen der Eltern ablesen kann.“ SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits begrüßt die Unterstützung für Familien: „Mit der Gratis-Zahnspange entfällt eine große finanzielle Hürde für viele Eltern, die sich eine Zahnregulierung für ihr Kind – oder ihre Kinder – nicht oder nur schwer leisten können.“ Massive Zahnfehlstellungen können sehr belastend sein, von medizinischen Langzeitfolgen ist da noch gar keine Rede.

Nun sind Sozialversicherung und Zahnärztekammer gefordert, die Details zur Umsetzung zu verhandeln und sicherzustellen, dass die Leistung zeitgerecht erbracht wird.

Neos gegen "Gratis-Wohltaten für alle"

Den NEOS liegen gesunde Kinderzähne nicht so am Herzen: NEOS-Sozialsprecher Loacker fühlt sich angesichts der „Gratis-Wohltaten für alle in die 70er-Jahre zurückversetzt“. Seine Fraktion stimmte gegen die Gratis-Zahnspange.