Studie bestätigt Notwendigkeit der Ausbildungsverpflichtung

Die aktuellen Daten des Erwerbskarrierenmonitoring belegen deutlich: Der Bildungsabschluss beeinflusst die spätere Erwerbskarriere und schützt vor Armut und Arbeitslosigkeit.

„Jeder Jugendliche soll einen über den Pflichtschulabschluss hinausgehenden Bildungs- oder Ausbildungsabschluss erlangen", ist Sozialminister Rudolf Hundstorfer überzeugt. Eine aktuelle Erhebung hat gezeigt, dass 3.700 Jugendliche als Hilfskräfte beschäftigt sind und 9.000 Jugendliche weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, und auch nicht vom AMS betreut werden. "Diese 12.700 jungen Menschen sind unsere Zielgruppe für die Ausbildungsverpflichtung, die wir ab dem Ausbildungsjahr 2016/2017 umsetzen", sagt Hundstorfer. Die Daten des bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitorings geben erstmals Aufschluss über Gründe, regionale Verteilung und Staatsbürgerschaft der Jugendlichen und sind eine wichtige Grundlage zur zielgerechten Umsetzung der Ausbildungsverpflichtung.

"Die Ausbildungsverpflichtung ist ein notwendiger Schritt, um die Beschäftigungs- und Einkommenschancen dieser insgesamt jährlich rund 12.700 betroffenen jungen Menschen zu erhöhen. Sie kann durch einen weiterführenden Schulbesuch, das Absolvieren einer dualen Ausbildung oder durch die Inanspruchnahme eines außerschulischen Qualifizierungsangebotes erfüllt werden. Im Rahmen der österreichischen Ausbildungsstrategie bieten wir bereits jetzt eine Vielzahl an Angeboten wie z.B. dem Jugend- und Lehrlingscoaching, dem 'Ausbildungsfit' und den Produktionsschulen. Diese gilt es permanent weiterzuentwickeln", unterstreicht Hundstorfer.