Darabos bekräftigt Rücktrittsaufforderung an Mölzer

Die rassistische Beschimpfung von Mölzer gegen David Alaba ist ein weiterer Tiefpunkt. „Andreas Mölzer ist eine Schande für Österreich. Der Strache-Vertraute hat in der Politik nichts verloren und muss zurücktreten“, fordert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bekräftigt die Rücktrittsaufforderung an FPÖ-EU-Spitzenkandidaten Mölzer. Die durch die Tageszeitung „Der Standard“ bekannt gewordene rassistische Beschimpfung gegen Fußballausnahmetalent und Österreichs Sportler des Jahres David Alaba im Mölzer-Blatt „Zur Zeit“ ist für Darabos ein „ein weiterer Tiefpunkt in einer langen Reihe von hetzerischen Äußerungen des Strache-Vertrauten“. Pikant dabei ist, dass Mölzer den besagten Kommentar „Tagebuch einer Rassisten (sic!)“ offenbar persönlich unter dem Pseudonym „F.X. Seltsam“ verfasst hat. Das belegen Recherchen des DÖW im „Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus“.

„Brettl vor dem Kopf. Hackl vorm Kreuz.“

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer findet es „unerträglich, dass Mölzer, der offen rassistisch hetzt und das nationalsozialistische Terrorregime verharmlost, nach wie vor von Strache und der FPÖ hofiert wird“. Für die SPÖ ist klar: „Wir lassen kein Gras über die Sache wachsen und werden nicht zulassen, dass Strache und Mölzer sich abputzen, wegducken und weitermachen wie bisher. Strache muss endlich handeln! Andreas Mölzer ist eine Schande für Österreich. Der Strache-Vertraute hat in der Politik nichts verloren und muss zurücktreten. Während die SPÖ mit dem Slogan 'Europa im Kopf. Österreich im Herzen' in die EU-Wahlauseinandersetzung geht, gilt für die FPÖ – frei nach Qualtinger und Bronner – offensichtlich das Motto 'Brettl vor dem Kopf. Hackl vorm Kreuz'.“

Rückhalt bröckelt – Protest wird stärker

Den Widerstand des Vorarlberger FPÖ-Chefs Dieter Egger – „in Sachen Rassismus und Antisemitismus ebenfalls kein Kind von Traurigkeit“ -, der den Mölzer-Sager für „völlig inakzeptabel“ hält, wertet Norbert Darabos als Zeichen für den bröckelnden Rückhalt von Mölzer in der FPÖ. Dass Strache kein Interesse hat, in der FPÖ „auszumisten“, zeigt einmal mehr, wes Geistes Kind die blauen Recken sind. „Derzeit sieht es jedenfalls so aus, als ob Strache Mölzers krude Ansichten teilt und seine Aussagen unterstützt.“ In diesem Zusammenhang wertet Darabos den immer stärker werdenden Protest der Zivilgesellschaft als positives Signal und Bestätigung für den notwendigen Rückzug Mölzers aus der Politik. Eine unabhängige Facebook-Initiative  für den Rücktritt von Mölzer hat in nicht einmal 24 Stunden mehr als 3.000 UnterstützerInnen gefunden – mehr als dreimal so viele, wie Mölzer selbst auf Facebook verzeichnen kann.