Radioaktivität: Österreich Vorbild bei Lebensmittelsicherheit

Seit April müssen Lebensmittelimporte aus Japan in die EU nur noch stichprobenartig auf Radioaktivität geprüft werden. Nicht in Österreich: Bei uns werden weiterhin alle japanischen Importe lückenlos geprüft.

Seit 1. April müssen aus Japan in die EU eingeführte Lebens- und Futtermittel nicht mehr lückenlos auf Radioaktivität kontrolliert werden. Die bisher geltende „Japan-Verordnung“, die aufgrund des Reaktorunfalls im Kernkraftwerk Fukushima im März 2011 erlassen wurde und eine hundertprozentige Prüfung der betroffenen Importe aus Japan verfügt hat, gilt nicht mehr. Die Regelung wurde gelockert, ab sofort wird nur mehr stichprobenartig kontrolliert. Gesundheitsminister Alois Stöger hat dafür Sorgen getragen, dass die strenge und lückenlose Kontrolle für Lebensmittelimporte aus Japan nach Österreich erhalten bleibt: „Bei der Lebensmittelsicherheit gehen wir kein Risiko ein.“

Gesundheit der Menschen hat höchste Priorität

Auch SPÖ-EU-Spitzenkandidat Eugen Freund bestätigt: „Stichprobenartige Kontrollen sind uns zu wenig, Gesundheit und Sicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten haben Vorrang.“ Österreich beweist damit einmal mehr, dass es Vorbild bei der Lebensmittel- und Konsumentensicherheit ist. Die österreichischen Grenzkontrollstellen sind angewiesen, weiterhin ausnahmslos alle Sendungen aus Japan zu kontrollieren. Auf der Homepage des Gesundheitsministeriums werden alle Ergebnisse der in Österreich durchgeführten Importkontrollen veröffentlicht.

Ausstieg der EU aus Atomenergie weiter vorantreiben

Sicherheit hat in Österreich nicht nur bei Nahrungsmitteln Vorrang, sondern auch bei der Energie. SPÖ-EU-Spitzenkandidat Freund betont: „Die neue EU-Verordnung ruft wieder in Erinnerung, wie unberechenbar und unbeherrschbar Atomenergie ist. Wir setzen uns daher für den Ausstieg der Europäischen Union aus der Atomenergie und für den Ausbau erneuerbarer Energien ein.“