Schluss mit der Plastiksackerl-Flut!

Sie sind allgegenwärtig: Plastiksackerl verschmutzen Wälder und Seen genauso wie Wiesen und Meere. Das EU-Parlament hat jetzt den Kampf gegen den Plastikmüll verstärkt. Bis 2019 soll es 80 Prozent weniger dünne Plastiksackerl geben, sagt SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach zur Entschließung des Parlaments.

Die Entschließung des EU-Parlaments zur deutlichen Verringerung der Plastiksackerl-Verwendung ist ein wichtiger Schritt zur Reduktion der Plastikmüllberge, sagt SPÖ-EU-Abgeordnete Kadenbach, die Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist. „Die Vermüllung der Meere nimmt drastisch zu. Ansammlungen von solchem Treibgut gelangen vielfach über Flüsse ins Meer. Die große Mehrheit forderte hier zu Recht eine umweltfreundliche und praktikable Lösung“, sagt Kadenbach.

80 Prozent weniger leichte Plastiksackerl

„Bis zum Jahr 2017 müssen die ganz dünnen Plastiksackerl (0,05 Millimeter) um 50 Prozent reduziert werden, bis 2019 um bis zu 80 Prozent“, betont Kadenbach. Die einzelnen EU-Länder können mit eigenen Regeln die Plastikflut eindämmen – z.B. mit Abgaben oder Verboten.

Umweltbomben mit verheerender Wirkung

Die Zahlen zur Plastikflut sind dramatisch: Insgesamt werden rund 100 Milliarden Sackerl pro Jahr in Europa genutzt – und das oft nur einmal. Acht Milliarden davon landen als Umweltbombe in der Natur – mit verheerenden Folgen für das Ökosystem, Tiere, Fische und Vögel. Im Schnitt benutzen die EU-BürgerInnen rund 200 Plastiksackerl pro Jahr, 90 Prozent davon sind aus dünnem Kunststoff. Gerade diese Sackerl werden besonders häufig nach nur einmaliger Nutzung weggeworfen.