Brustkrebsvorsorge weiter verbessert

Ab Juli wird das Brustkrebsscreening-Programm noch besser: Frauen aus der Hauptrisikogruppe können gleich mit der e-Card zur Mammographie gehen und müssen nicht extra auf den Einladungsbrief warten. Die Barriere, zu dieser wichtigen Untersuchung zu gehen, wird dadurch noch weiter gesenkt.

Der Zugang zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, einer gemeinsamen Initiative von Bund, Sozialversicherung, Ländern und Ärztekammer, wird weiter erleichtert und ausgeweitet. Künftig wird die e-Card für Frauen in der Hochrisikogruppe zwischen 45 und 69 Jahren automatisch für die Früherkennungsmammographie geöffnet:Sie können damit den Zeitpunkt frei wählen, wann sie zur Mammographie gehen, ohne auf den Einladungsbrief warten zu müssen. Danach erhalten sie – außer aus medizinischen Gründen ist ein kürzerer Zeitraum vorgesehen – alle zwei Jahre ein Schreiben, um wieder an die nächste Mammographie erinnert zu werden.

Brustkrebsscreening auch für Frauen über 70 geöffnet

Auch die Altersgrenze nach oben fällt:Alle Frauen ab 70 können freiwillig am Screeningprogramm teilnehmen, wenn sie das möchten. An der unteren Altersgrenze von 40 – Frauen zwischen 40 und 44 können ebenfalls freiwillig am Programm teilnehmen – wird nichts geändert, denn das Risiko der Bestrahlung überwiegt bei jüngeren Frauen den Nutzen. Fest steht natürlich, dass alle Frauen mit familiär bedingtem höherem Erkrankungsrisiko oder bei denen ein Verdacht besteht, unabhängig vom Alter wie bisher zur Mammographie gehen können.

Zugang zur Brustkrebsvorsorge weiter erleichtert

„Wir öffnen das Programm und bauen Barrieren ab“, unterstreicht Gesundheitsminister Alois Stöger. Seit Beginn des Programms werden laufend Akzente gesetzt, um die Teilnehmerinnenzahl zu erhöhen. „Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser kann er bekämpft werden. Daher ist es natürlich mein Interesse, dass möglichst viele Frauen der Risikogruppe am Programm teilnehmen“, sagt der Minister. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Daher ist „eine qualitativ hochwertige, regelmäßige und breite Vorsorge besonders wichtig“, sagt SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger.

Mehr Selbstbestimmung für Frauen bei Gesundheitsvorsorge

Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und die SPÖ-Frauen begrüßen die Neuerungen des seit Jahresbeginn laufenden Programms als Fortschritt. „Frauen wollen selbstbestimmt ihre Gesundheitsvorsorge und notwendige Vorsorgeuntersuchungen planen“, sagen die Ministerin und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.

Qualität der Vorsorge steht im Mittelpunkt

An den deutlichen qualitativen Verbesserungen, die das Brustkrebsscreening-Programm bringt, ändert sich nichts: Zwei RadiologInnen befunden unabhängig voneinander die Bilder, wodurch Falschbefunden erheblich verringert werden. Nur speziell geschulte zertifizierte ÄrztInnen mit mindestens 2.000 Befundungen im Jahr dürfen am Screening-Programm teilnehmen und es dürfen nur besonders strahlungsarme technische Geräte, die strengen Qualitäts- und Sicherheitskontrollen unterzogen werden, zur Anwendung kommen. Bei Unklarheiten bei der Mammographie wird sofort eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen. "Im Mittelpunkt steht immer die hohe Qualität dieser wichtigen Vorsorgeuntersuchung für Frauen", unterstreicht Spindelberger.
 

INFO: Bei der Serviceline 0800 500 181 und ab Mitte Mai auch online können sich Frauen zwischen 40 und 44 und ab 70, die freiwillig am Programm teilnehmen möchten, anmelden. Unter www.frueh-erkennen.atfinden Frauen immer aktuellste Informationen zur Vorsorge.