SPÖ trauert um Sepp Wille

Der langjährige Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Klubobmann Sepp Wille ist verstorben. Die gesamte sozialdemokratische Familie trauert um den verdienten Sozialdemokraten und engagierten Kämpfer für Arbeitnehmerrechte.

SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sind tief betroffen über das Ableben von Sepp Wille. „Mit Sepp Wille verlieren wir einen großen Sozialdemokraten, einen ebenso verlässlichen wie umsichtigen Klubobmann und auch einen engagierten Kämpfer für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“, betonten Faymann und Darabos.

Faymann: Vorbild im Einsatz für Arbeitnehmerrechte

Bundeskanzler Faymann unterstrich, dass Sepp Wille „immer auf der richtigen Seite gestanden ist – auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer Rechte. Mit seinem fortwährenden Einsatz für die Rechte der Arbeitnehmer ist Sepp Wille stets ein Vorbild für uns gewesen – und wird das auch bleiben“, sagte Faymann.

Darabos: Experte für Wirtschafts- und Sozialfragen

Darabos unterstrich, dass sich Sepp Wille als langjähriger Nationalratsabgeordneter und Klubobmann mit seinem großen Einsatz, seiner Kompetenz und Menschenkenntnis viel Anerkennung verschafft und sich auch als „Experte für Wirtschafts- und Sozialfragen“ etabliert hat.

Schieder: Eine große Persönlichkeit der ArbeiterInnenbewegung

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder würdigte Sepp Wille als „große Persönlichkeit der ArbeiterInnenbewegung“. Sepp Wille war „ein Ausnahmepolitiker, der über Parteigrenzen hinweg für sein großes Engagement in wichtigen Funktionen des Parlaments, der Gewerkschaftsbewegung und in der Erwachsenbildung geschätzt wurde“, sagte Schieder.

Biographie

Sepp Wille wurde 1926 in Landeck (Tirol) geboren. Nach Absolvierung der Pflichtschule begann er eine Mechanikerlehre und wurde später Werkmeister. Im Jahr 1957 trat er in die Dienste des ÖGB. Sepp Wille war u.a. von 1965 bis 1968 Redakteur des ÖGB-Jahrbuchs und von 1961 bis 1972 leitender Redakteur der Zeitschrift „Welt der Arbeit“. Von 1965 bis 1980 war Wille Zentralsekretär der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie, 1980 wurde er geschäftsführender Vorsitzender und Vorsitzender der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie. Zwischen 1971 und 1986 fungierte Sepp Wille als SPÖ-Nationalratsabgeordneter und war ab 1983 SPÖ-Klubobmann.