BIFIE wird auf neue Beine gestellt

Nach Pannen bei der vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) durchgeführten neuen Matura wird das BIFIE jetzt umfassend reformiert. Die Fehler, die bei der heurigen Generalprobe zur Matura passiert sind, dürfen sich nicht wiederholen, sagte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

„Weniger Abgehobenheit und mehr Bodenhaftung, weniger Elfenbeinturm und mehr Praxistauglichkeit“ – das ist der Leitsatz bei der Neuaufstellung des BIFIE. Das Ziel dabei ist klar: Nach den Fehlern, die bei der heurigen Generalprobe zur neuen Matura passiert sind, wollen wir uns „für nächstes Jahr so gut rüsten, dass keine Pannen mehr passieren“, sagte die Ministerin. An der neuen Matura wird nicht gerüttelt. Denn diese „macht Sinn und bringt mehr Fairness und Vergleichbarkeit“, so Heinisch-Hosek, die sich zur neuen Matura ebenso bekannte wie zu einer professionellen Bildungsforschung.

BIFIE wird genau unter die Lupe genommen

Das BIFIE wird jetzt in einem mehrstufigen Reformprozess „auf die starken Beine gestellt, die es verdient hat“, bekräftigte die Bildungsministerin. Wichtig dabei: In diesen Reformprozess werden die Schulpartner genauso einbezogen wie nationale und internationale ExpertInnen. Auch der wissenschaftliche Beirat und der Aufsichtsrat des BIFIE sind dabei. In einem ersten Schritt wird eine interne Expertengruppe des Bildungsministeriums das BIFIE und auch die Durchführung der heurigen Matura genau unter die Lupe nehmen. Das TÜV Austria wird diesen Prozess begleiten und für ein entsprechendes Monitoring sorgen. In rund einem Monat erwartet die Bildungsministerin einen Abschlussbericht. Mit den beiden BIFIE-Direktoren hat Heinisch-Hosek intensive Gespräche geführt. Dabei ist man übereingekommen, dass „sie den Weg frei machen und damit die Neuausrichtung des Instituts ermöglichen“. In einem weiteren Schritt wird es dann um die Neuausrichtung des BIFIE gehen. Und zwar auf Basis einer Aufgabenkritik, einer so genannten Stärken-Schwächen-Analyse und der Aufarbeitung von Fehlern, die in der Vergangenheit passiert sind.

Grossmann: Bildungsministerin setzt richtige Schritte

Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann unterstützt das entschlossene Handeln der Bildungsministerin in Sachen BIFIE: „Mit einer umfassenden Reform und Neuausrichtung des Bildungsforschungsinstituts zieht die Ministerin die richtigen Konsequenzen und legt den Grundstein dafür, dass die neue Matura im nächstes Jahr reibungslos ablaufen kann“, sagte Grossmann. „Nächstes Jahr wird die neue Matura flächendeckend durchgeführt. Die Bildungsministerin stellt sicher, dass sich Fehler, die heuer für Irritationen gesorgt haben, nicht wiederholen können. Die Qualität der neuen Matura, die für mehr Fairness und Vergleichbarkeit sorgt, ist damit gewährleistet“, betonte Grossmann.