Fraktionstagung des Familienausschusses

Zahlreiche Expertinnen und Experten haben diese Woche an einer Fraktionstagung des Familienausschuss im SPÖ-Parlamentsklub teilgenommen und diskutierten gemeinsamen mit Abgeordneten über wesentliche und notwendige Elemente einer zukunftsorientierten Familienpolitik.

Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek skizzierte die sozialdemokratischen Perspektiven in der Familienpolitik, zu der neben der Sicherstellung des weiteren Ausbaus und Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung, die Erleichterung beim Wiedereinstieg und familienfreundliche Arbeitsbedingungen vor allem die partnerschaftliche Teilung von Erwerbs- und Familienarbeit gehören. Ein wesentlicher Schritt in Richtung partnerschaftliche Teilung ist die langjährige SPÖ-Forderung nach einem bezahlten Papamonat.

Für SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger soll künftig auch die Frühförderung von Kindern forciert werden. „Österreich muss familienfreundlicher werden, das geht aber nur, wenn man Maßnahmen setzt, die mit den Lebensrealitäten der Menschen im Gleichklang stehen“, so Lueger.

SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits will vor allem das Familienbild modernisieren: „Familienpolitik ist Frauen und Männerpolitik. Österreich braucht Rahmenbedingungen, wo alle die gleichen Rechte haben – egal ob hetero oder homosexuell, mit oder ohne Kind“, so Kucharowits.

Weitere Diskussionspunkte waren die Familienentwicklung in Österreich zwischen 2009 bis 2013, ausgeführt von Wolfgang Lutz, Gründungsdirektor des „Wittgenstein Centre for Demography und Global Human Capital“ – eine kritische Analyse der Familienleistungen in Österreich mit Zukunftsperspektiven von Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen und Familie in der Arbeiterkammer Wien und eine aktuelle Zusammenfassung über den Stand der Kinderrechte in Österreich durch Jürgen Czernohorszky, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde.