SPÖ-Wahlkampf-Finish: Endspurt zu einem gerechteren Europa – Mit Video der Veranstaltung!

Bei hervorragender Stimmung hat die SPÖ in der Wiener Stadthalle das Wahlkampf-Finale eingeläutet: In zwei Tagen entscheidet sich, ob in Europa der notwendige Wechsel hin zu einem gerechteren und sozialeren Europa eingeleitet wird.

In der gut besuchten Wiener Stadthalle hieß Moderatorin Sandra Thier die vielen Anwesenden herzlich willkommen, die Eugen Freund und sein Team im bisherigen Wahlkampf unterstützt haben. Als Ehrengäste begrüßte Thier Bundeskanzler Werner Faymann samt Gattin Martina, die Ministerinnen Doris Bures und Gabriele Heinisch-Hosek sowie die Minister Josef Ostermayer, Rudolf Hundstorfer, Gerald Klug und Alois Stöger, den „Hausherren“ Bürgermeister Michael Häupl und Landesparteisekretär Christian Deutsch. Und natürlich SPÖ-EU-Spitzenkandidat Eugen Freund und sein Team, die EU-KandidatInnen Evelyn Regner, Karin Kadenbach, Heidi Hirschbichler und Michaela Kauer. Unter den weiteren prominenten Gästen: AK-Präsident Rudi Kaske, der Wiener PVÖ-Präsident Rudi Edlinger und als Vertreter des Personen-Komitees Werner Gruber.

Häupl: Wir wollen ein neues soziales Europa!
 
„Die SPÖ will ein neues, soziales Europa, in dem alle Menschen die Chance bekommen, gut zu leben“, sagte Wiens Bürgermeister Michael Häupl. „Die Konservativen hingegen sagen: Wählt uns, denn wir garantieren, dass alles genauso super bleibt wie es ist – und das trotz Rekordarbeitslosigkeit und hoher Jugendarbeitslosigkeit“, gab Häupl zu bedenken. Die SPÖ findet sich mit dieser hohen Arbeitslosigkeit nicht ab und kämpft für Beschäftigung, Chancen und sozialen Zusammenhalt, bekräftigte Häupl. Eine klare Absage erteilte Häupl den „Zerstörern, die Europa nicht wollen“. Der Wiener Bürgermeister bedankte sich bei SPÖ-EU-Spitzenkandidat Eugen Freund und allen UnterstützerInnen für ihren großen Einsatz. Bis zur Wahl gehe es darum, um jede einzelne Stimme zu kämpfen. „Und dann gewinnen wir am Sonntag alle miteinander die Wahlen, dann freuen wir uns und dann wird hoffentlich Martin Schulz Kommissionspräsident, denn das wäre ein wesentlicher Schritt zu einem neuen, gemeinsamen und solidarischen Europa“, sagte Häupl unter großem Applaus.
 
Faymann: Die Richtigen für Europa wählen
 
Dafür, am Sonntag die Richtigen für wichtige Weichenstellungen in Europa zu wählen, plädierte auch SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann. Spekulation habe zum Zusammenbruch geführt; die Rechnung haben aber die Steuerzahler bezahlt. „Das allein rechtfertigt zu sagen: Rechnen wir ab, auch am Sonntag bei der Wahl!“, betonte Faymann. „Wählen wir nicht die, die weniger Regeln und alles privatisieren wollen, sondern die, die ein faires und sozial gerechtes Europa wollen.“ Die FPÖ will das gemeinsame Friedensprojekt EU zerstören, warnte Faymann, „deshalb ist es so wichtig, dass wir in Österreich die Richtigen aussuchen, die uns für die nächsten Jahre für wichtige Weichenstellungen für die Zukunft Europas und unserer Kinder und Enkelkinder im EU-Parlament vertreten“. Es geht in den kommenden Jahren darum, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, Steueroasen auszutrocknen, darum, dass Vermögende einen höheren Beitrag zahlen und darum, Lohndumping einen Riegel vorzuschieben.
 
Eugen Freund: Jetzt Kurswechsel zu einem sozialeren Europa!
 
In seiner vielbeklatschten Rede betonte SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund, dass Europa ein großartiger Kontinent ist, dass aber auch viel schiefgelaufen sei in den letzten Jahren: „Die Medikamente, die Brüssel verteilt hat, um aus der Krise zu kommen, waren die falschen.“ Denn die Vermögenden sind sogar in der Krise immer reicher geworden. „Aber für die 26 Millionen Arbeitslosen, für die haben die Konservativen nicht einmal Rezepte gehabt, um sie aus ihrer traurigen Lage zu befreien.“ Es ist notwendig, die Sozialdemokratie im EU-Parlament zu stärken und Zeit für einen Sozialdemokraten als Kommissionspräsidenten. Damit alles getan wird, um gegen Arbeitslosigkeit zu kämpfen und die Steuersünder nicht ungeschoren davon kommen zu lassen. „Es muss Schluss sein mit der neoliberalen Politik in Europa. Diese Politik hilft nur den Banken, die hilft nur der Finanzindustrie und den internationalen Konzernen.“ 
 
Das Video der Veranstaltung in der Wiener Stadthalle