EU-Wahl: Leichtes Plus für die SPÖ

Nach den Wahlen zum EU-Parlament hält die SPÖ weiterhin bei fünf Mandaten und konnte Boden in Richtung ÖVP gutmachen. SPÖ-Vorsitzender, Kanzler Werner Faymann wünscht sich jetzt auf EU-Ebene eine wirksame Bekämpfung des Steuerbetrugs, eine gerechtere Verteilung und die Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich.

 

Bundeskanzler Faymann: Haben gekämpft und leichtes Plus erreicht

SPÖ-Parteivorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann hat am Sonntagabend nach Bekanntgabe des voraussichtlichen Ergebnisses der EU-Wahl betont, dass die SPÖ ein leichtes Plus im Vergleich zur letzten EU-Wahl erreicht hat. "Wir haben gekämpft und uns bemüht zu sagen, wie wichtig es ist, in Europa sozialdemokratisch stark vertreten zu sein. Das ist doch ein Erfolg und das möchte ich unterstreichen", sagte Faymann. Sein Dank gilt SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund und dem gesamten SPÖ-KandidatInnen-Team sowie den MitarbeiterInnen, die sich "für diese Wahl sehr ins Zeug gelegt haben".

Viele BürgerInnen sind mit der europäischen Politik unzufrieden, mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa. "Das zeigt, wie sehr wir eine soziale und arbeitnehmerInnenfreundliche Politik in Europa brauchen", betonte der Kanzler. Faymann ist überzeugt, dass eine wirksame Bekämpfung des Steuerbetrugs, eine gerechtere Verteilung und die Verringerung der Schere zwischen Arm und Reich gemeinsam auf EU-Ebene am besten angegangen werden kann. "Schon ab heute müssen wir damit beginnen zu sagen, wie wichtig die Sozialdemokratie für dieses Europa ist", sagte Faymann.

 
 
 

Spitzenkandidat Eugen Freund: "Durchaus achtbares Ergebnis"

 SPÖ-EU-Spitzenkandidat Eugen Freund hat anlässlich des vorläufigen EU-Wahl-Resultates von einem "durchaus achtbaren Ergebnis" gesprochen. "Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass uns die Umfragen noch im Dezember auf dem dritten Platz gesehen haben. Dass es uns heute gelungen ist, die europafeindliche FPÖ auf den dritten Platz zu verweisen und als klare Nummer zwei aus der Wahl hervorzugehen, ist ein herzeigbares Ergebnis, auf dem wir aufbauen und auf einem soliden Fundament auch weiterhin Politik für die Menschen machen können", sagte Eugen Freund.

"Wir haben gewusst, dass es eine große Herausforderung ist, zu verdeutlichen, dass wir einerseits für Europa sind, dass dieses Europa aber andererseits ein anderes, ein besseres werden muss", erklärte Freund. Die SPÖ wird ihren Einsatz für ein sozialeres und gerechteres Europa fortsetzen. "Ich freue mich auf die Arbeit im Europäischen Parlament. Wir werden uns auch weiterhin voll für die Menschen und ihre Anliegen einsetzen", sagte Freund.

Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos: Boden gutgemacht!

Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos ist das voraussichtliche Ergebnis der EU-Wahl in Österreich "aus sozialdemokratischer Sicht respektabel". "Wir sind als Herausforderer in diese Wahlauseinandersetzung gestartet und es ist der Sozialdemokratie gelungen, Boden gutzumachen. Der Abstand zur ÖVP hat sich verringert, wir können sogar ein leichtes Plus verzeichnen und halten unsere fünf Mandate. Damit herrscht nun Mandatsgleichstand mit der ÖVP. Einziger Wermutstropfen ist, dass sich der erste Platz nicht ausgegangen ist", betonte Darabos am Sonntag nach ersten Trendanalysen. Noch im Dezember hatte etwa der ATV-Trend die SPÖ mit rund 20 Prozent auf dem dritten Platz gesehen.

Klubobmann Andreas Schieder freut sich über fünf Mandate

Der leichte Zugewinn für die SPÖ und der verringerte Abstand zur ÖVP ist für SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder das positive Resultat dieser EU-Wahl. Richtig ist, dass die SPÖ lieber erster geworden wäre, aber er sei froh über fünf Mandate; damit wird man mit den bisherigen EU-Abgeordneten und Eugen Freund im EU-Parlament eine gute Politik machen können, so der SPÖ-Klubobmann im ORF-Interview.  Eugen Freund ist der richtige Spitzenkandidat gewesen, mit den erfahrenen EU-Abgeordneten und einem Quereinsteiger, der Europa den Menschen näher bringen kann, hat die SPÖ eine "optimale Kombination" gefunden, die auch im Europaparlament gute Arbeit leisten wird.