Todt/Köberl/Posch-Gruska: 1. Mai bleibt Staatsfeiertag

Reinhard Todt, Vorsitzender der SPÖ-Fraktion im Bundesrat, macht deutlich: "Ich kann nur davon abraten, den ersten Mai als Feiertag anzutasten. Hierfür gibt es auch keinen Zuspruch von Seiten der Bevölkerung."

ArbeitnehmerInnen haben ihre Familien zu erhalten, Familien wollen sichere Arbeitsplätze. Damit hat sich für mich erübrigt, die Relevanz dieses Tages für Familien in Österreich auch nur zu hinterfragen. Der 1. Mai bleibt Staatsfeiertag."

Johanna Köberl, stellvertretende Vorsitzende im BR-Ausschuss Familie und Jugend, schließt sich dieser Feststellung an: "Es kann nicht angehen, die Interessen von Familien gegen jene der ArbeitnehmerInnen ausspielen zu wollen, noch dazu, weil das keine Gruppen sind, die separat voneinander existieren können. Der 1. Mai ist ein Kampftag, der für das Ringen um bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne, geregelte Arbeitszeiten und im Falle von Frauen für Lohngerechtigkeit steht. Wer die Anliegen von Familien in Österreich kennt, wird wissen, dass sichere Arbeitsplätze und sicheres Einkommen in der Bedürfnisliste ganz weit oben stehen."

Unterstützt werden Todt und Köberl von Inge Posch-Gruska, Familiensprecherin im Bundesrat und ebenfalls Mitglied im BR-Ausschuss Familie und Jugend. Sie hält in ihrer Rede fest: "In Zeiten, wo wir einen 12-Stunden-Tag diskutieren müssen, wo wir eine Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgeld diskutieren müssen, ist der 1. Mai aktueller denn je. Wenn die Familienministerin daran zweifelt, lade ich sie gerne ein, am Tag der Arbeit zur SPÖ in den Prater zu kommen. Dann wird sie sehen, wie sehr dieser Tag für Familien ein Grund zum Feiern ist."