SPÖ-Klubenquete beleuchtet Kunst und Kultur in den Regionen

„zentral.lokal – Kunst und Kultur in den Regionen“ – so lautete das Motto einer prominent besetzten Enquete des SPÖ-Klubs. Diskutiert wurde u.a. die Situation von Kulturinitiativen abseits der zentralen Kulturinstitutionen.

Die auf Initiative von SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel veranstaltete Enquete bot ein ebenso spannendes wie abwechslungsreiches Programm: Nach Referaten von ExpertInnen folgte eine Podiumsdiskussion mit Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer, Workshops mit der Vorstellung konkreter Kulturinitiativen rundeten das Programm der Enquete ab. Themen der Keynotes waren Fragestellungen rund um die Gestaltung aktivierender Kulturpolitik, aber auch die Wirkung von Gegenwartkunst vor Ort. Die Workshops befassten sich u.a. mit den Themen „Jugendkultur in der Region“ und „Freien Medien“.

Elisabeth Hakel: Kulturelles Angebot steigert Lebensqualität

SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel ortete in ihren einleitenden Worten einen gewissen Zentralismus in der österreichischen Kulturlandschaft. „Besonders in den ländlichen Regionen ist der Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Kultur oft schwierig“. Umso wichtiger sind daher lokale Kulturinitiativen, Freie Radios und Medien, aber auch regionale Festivals. Für Hakel ist klar: „Ein dichtes kulturelles Angebot hebt die Lebensqualität und trägt massiv zur Attraktivität einer Region bei“. Lokale Kulturinitiativen haben aber noch einen weiteren Vorteil: Sie fördern den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Mit dem Thema Kultur in den Regionen befassten sich auch zwei ExpertInnen, nämlich die Kuratorin und  künstlerische Leiterin der „regionale12“, Maren Richter, und der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft in Deutschland, Oliver Scheytt.

Josef Ostermayer: Lokale Kulturinitiativen stärken Regionen

Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer betonte in der Diskussion mit VertreterInnen regionaler kultureller Initiativen den großen Stellenwert lokaler Kunst- und Kulturinitiativen. Denn die Frage, ob ländliche Regionen als attraktiv empfunden werden, hängt nicht nur von der Infrastruktur (z.B. Wohnen, Verkehr) ab, sondern auch von Kunst und Kultur. Zeitgenössische regionale Kulturinitiativen haben einen großen Anteil daran, die Qualität der Regionen zu heben, erklärte Ostermayer. „Außerdem regen sie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Tendenzen an, und regionale Kulturinitiativen können auch dabei helfen, die Abwanderung zu bremsen“, sagte Ostermayer bei der Podiumsdiskussion.