„Handy weg vom Steuer“ – große Verkehrssicherheitskampagne gestartet

Ablenkung – insbesondre durch Telefonieren am Steuer –  ist mittlerweile die häufigste Ursache von schweren Unfällen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Die Asfinag startet nun eine große Kampagne, um auf die Gefahren durch Ablenkung am Steuer aufmerksam zu machen.

Nach nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit und Vorrangverletzungen war Ablenkung 2013 die dritthäufigste Ursache tödlicher Unfälle. „Auf der Autobahn ist heuer sogar jeder dritte tödliche Unfall auf Ablenkung zurückzuführen", machte Verkehrsministerin Doris Bures bei der Präsentation der neuen Kampagne „Handy weg vom Steuer" deutlich. Ob Mobiltelefon oder Bedienen des Navigationsgeräts – andere Tätigkeiten während des Fahrens sind mittlerweile üblich geworden. Das Problem: Viele VerkehrsteilnehmerInnen empfinden diese anderen Tätigkeiten selbst r gar nicht als Ablenkung. Den meisten ist nicht bewusst, wie gefährlich es ist, abgelenkt zu fahren. Das ergab eine von der Asfinag in Auftrag gegebene IFES- Umfrage.

Volle Aufmerksamkeit gefordert

Aufmerksame Lenker haben eine Reaktionszeit von einer Sekunde oder weniger. Das Unfallrisiko während SMS-schreiben oder Internetsurfen ist bis zu 20-mal höher und für Handy-Lenker ohne Freisprecheinrichtung ist das Unfallrisiko fünfmal höher als für Nicht-Telefonierer. Ablenkung bewirkt, nach Studien des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, ein gefährliches Fahrverhalten. Zum Beispiel ein reduziertes Spurhaltevermögen, längere Reaktionszeiten, Blinker wird nicht verwendet, Fahrstreifen werden plötzlich gewechselt und Lenker sind entweder zu schnell oder auch zu langsam unterwegs.

21 Menschen kamen heuer bisher auf Autobahnen und Schnellstraßen ums Leben. Sechs davon starben dabei nachweislich durch Unachtsamkeit bzw. Ablenkung. Die gängigsten sind: Navigationsgerät programmieren, CDs suchen und einlegen, Telefonieren, (emotionale) Gespräche mit Mitfahrenden, Essen, Trinken und Rauchen, SMS oder Mails lesen oder gar schreiben."Diese Zahlen zeigen wie gefährlich Ablenkung im Straßenverkehr ist. Daher müssen wir uns alle immer wieder ins Bewusstsein rufen: Hände aufs Lenkrad und volle Aufmerksamkeit auf den Verkehr, denn Konzentration im Straßenverkehr rettet Leben", stellte Bures klar.

Die Asfinag startet jetzt eine Info-Offensive. 180 Plakate, 34 Inserate und 135 Radio-Spots sowie ein Online-Schwerpunkt werden Ablenkung am Steuer thematisieren. 500.000 Euro werden in die Kampagne investiert. Ab 30. Juni gibt es auch ein Online-Spiel, bei dem man als Lenker verschiedenen Ablenkungen ausgesetzt ist und das deutlich macht, dass konzentriertes Autofahren und Ablenkung nicht zusammenpassen. Zu gewinnen gibt es dabei, neben einem erhöhten Bewusstsein für mögliche Gefahren, auch ein kostenloses Fahrsicherheitstraining.

Mehr Informationen zur Kampagne hier