Ausbau der Kinderbetreuung beschlossen

Der Ministerrat hat den Ausbau der Kinder- und schulischen Ganztagsbetreuung beschlossen. 700 Mio. Euro stellt der Bund an Zusatzmitteln zur Verfügung. „Das zeigt, wie wichtig uns das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist“, sagt Bundeskanzler Werner Faymann. Es handelt sich um die „größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung, die es in Österreich je gegeben hat“, so Frauenministerin Heinisch-Hosek.

305 Mio. Euro erhalten die Länder für den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, 400 Mio. für den Ausbau der schulischen Ganztagsbetreuung. „Das sind zusätzliche Mittel, die wir als Bund den Ländern geben“, stellte Bundeskanzler Werner Faymann klar. Es gibt eine klare Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern und der Ausbau der Kinderbetreuung ist eigentlich Ländersache. "Damit wollen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und dazu beitragen, dass Bildungsziele früher und besser erreicht werden können."

Heinisch-Hosek: Grundstein für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelegt

In Sachen Ausbau der Kinderbetreuung will Österreich bis 2017 das Barcelona-Ziel von 33-Prozent Betreuungsquote für die Unter-Dreijährigen erreichen, sagte Frauenministerin Heinisch-Hosek. Alleine heuer investiert der Bund daher soviel in den Ausbau der Kinderbetreuung wie in den letzten sieben Jahren zusammen. In den kommenden 4 Jahren will Österreich rund 30.000 neue Betreuungsplätze in dieser Alterskategorie schaffen  "Mit dem heutigen Beschluss der 15a Vereinbarung legen wir den Grundstein für eine bessere Vereinbarkeitsmöglichkeit für berufstätige Mütter und Väter“, betont die Ministerin. Wichtig ist Heinisch-Hosek auch eine Qualitätsverbesserung. Längere Öffnungszeiten, gemeindeübergreifende Kooperationen und ein besserer Betreuungsschlüssel werden verstärkt gefördert.

SPÖ-Brunner: Ausbau bringt auch Qualitätsverbesserungen

„Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat jahrelang dafür gekämpft, dass der Bund diese 305 Millionen Euro zur Verfügung stellt“, betont SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. „Sehr wichtig ist für uns, dass es auch massive Qualitätsverbesserungen durch dieses Geld geben wird“, so Brunner. „Je länger ein Kindergarten geöffnet hat, desto höher die Förderung. Das ist ein wichtiges Signal und eine langjährige Forderung der SPÖ-Frauen“, sagte Brunner.

Lueger: Gute Lösung für Eltern und Kinder gefunden

„Es hat sich ausgezahlt, dass Dank Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek nochmals verhandelt wurde und damit letztendlich eine gute Lösung für Kinder und Eltern in allen Bundesländern erzielt werden konnte“, sagte SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger.
Lueger bezeichnet das Paket als „Schritt in die richtige Richtung“. Für die Schaffung von Betreuungsplätzen für 3- bis 6-Jährige werden nun 35 Prozent statt 25 Prozent verwendet, lobt Lueger. „Das ist wichtig, denn es macht derzeit wenig Sinn, Plätze ausschließlich für Kleinstkinder zu schaffen, wenn die Kinder anschließend den Kindergarten wechseln müssen.“