Kampagne „GewaltFREI leben“ startet

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat die groß angelegte Kampagne „GewaltFREI leben“ präsentiert. Mit der Kampagne, die im Herbst startet, soll in den nächsten zwei Jahren das Thema Gewalt an Frauen und Kindern der Öffentlichkeit bewusst gemacht und verstärkte Präventionsarbeit geleistet werden.

„Geschlechtergleichstellung zählt zu den Grundwerten der Europäischen Union. Vieles konnte in Österreich, etwa mit den Gewaltschutzgesetzen bereits erreicht werden. Doch es braucht weitere politische Bemühungen und die Übernahme sozialer Verantwortung, um Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltschutz auf EU-Ebene und im eigenen Land weiter zu forcieren“, stellte Heinisch-Hosek klar.

Mit der Kampagne, die zu 80 Prozent von der EU finanziert und vom Bundesministerium für Bildung und Frauen mitfinanziert wird, soll für einen „effektiven Gewaltschutz“ geworben werden. 400.000 Euro werden investiert, um mit breit angelegten Aktivitäten, Plakaten, Informationsmaterialien, Workshops und vielem mehr auf das Thema aufmerksam zu machen und damit zur Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern beizutragen. Durchgeführt wird die Kampagne vom Verein für Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) in Kooperation mit der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt an Frauen und der Bundesjugendvertretung.

„Jede fünfte Frau in Österreich wird in ihrem Leben mindestens einmal Opfer von Gewalt. Das zeigt, es gibt dringenden Handlungsbedarf“, erklärte die Ministerin. Ziele müssten daher sein, über Hilfe und Beratungsstellen zu informieren, den von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern Hilfe zu leisten und über nachhaltige Präventionsarbeit geschlechterspezifische Gewalt in Zukunft zu verhindern. „Es braucht bessere Bekanntmachung von Hilfseinrichtungen wie der kostenlosen Frauenhelpline oder der FemHelp-App“, so Heinisch-Hosek.

Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.gewaltfreileben.at