SPÖ-Tirol: Ingo Mayr startet mit 90,7 Prozent

Der Roppener Bürgermeister Ingo Mayr startet seine Funktion als SPÖ-Chef Tirols mit fulminanten 90,7 Prozent Zustimmung. Bundeskanzler Werner Faymann hielt beim Parteitag in Innsbruck eine Rede, in der er für eine baldige Steuerreform und Vermögenssteuern plädierte.

Der neue SPÖ-Vorsitzende Tirols, Ingo Mayr bedankte sich bei den Delegierten für das "Vertrauensvotum". "Wir brauchen eine starke Sozialdemokratie in diesem Land", betonte Mayr. Jetzt gelte es den "Schwung" des Parteitages mitzunehmen und das "SPÖ-Schiff" in Tirol wieder auf Vordermann zu bringen, sagte der Gewerkschafter Mayr, der in seinem Zivilberuf Angestellter und auch Betriebsratsvorsitzender beim AMS Tirol ist.

Ohne Vermögenssteuern werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer

"Das Gesellschaftssystem wird nicht von selbst gerecht, wir Sozialdemokraten müssen dafür sorgen", erklärte SPÖ-Bundesparteivorsitzender und Bundeskanzler Werner Faymann: "Wir benötigen ein hohes Steuerniveau, um auszugleichen, was die Gesellschaft nicht von selbst leisten kann." Ohne Vermögenssteuern würden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

Faymann erinnerte an die in der vergangenen Legislaturperiode bereits umgesetzten vermögensbezogenen Steuern: "Bei Immobilienverkäufen, Bankenabgabe und Stiftungen haben wir bereits dafür gesorgt. Und jetzt werden wir entschlossen dafür eintreten, dass Millionäre mehr bezahlen." Befürchtungen, die Vermögenden könnten Österreich verlassen und abwandern, hat Faymann nicht. "Schließlich gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland vermögensbezogene Steuern.“

Mayr löste den geschäftsführenden Parteivorsitzenden und Klubobmann Gerhard Reheis ab. Dieser hatte die Partei seit dem Rücktritt des bisher letzten gewählten SPÖ-Chefs, Hannes Gschwentner, im Juni 2012 geschäftsführend gelenkt.