Hypo: Effiziente Abwicklung und Gläubigerbeteiligung

Eine Lösung, die die Steuerzahler schont und nachrangige Gläubiger beteiligt – das ist das Ziel der Hypo-Abbaueinheit, mit der das FPÖ-Hypo-Debakel gelöst werden soll und die nun der Nationalrat beschlossen hat.

Für SPÖ-Budget- und Finanzsprecher Jan Krainer ist mit diesem Weg auch verbunden, dass die verbleibendenden Assets (=Werte) der Hypo so lukrativ wie möglich verwertet werden und die Osteuropa-Töchter rasch verkauft werden können.

Krainer unterstützt das Ziel einer "möglichst budgetschonenden Lösung durch die Beteiligung nachrangiger GläubigerInnen. Wenngleich es unterschiedliche Rechtsauffassungen gibt, sollte die politische Intention der Miteinbeziehung der GläubigerInnen eigentlich von allen Parteien unterstützt werden."

 Kritik an Opposition, die Insolvenz für Kärnten will

 Auch SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter appellierte, das Bemühen, das auch Gläubiger ihren Beitrag leisten sollen, zu würdigen. Scharfe Kritik übte Matznetter an den Insolvenz-Forderungen der Opposition: "Jeder, der behauptet, dass es eine kontrollierte Insolvenz gebe, hat noch nie etwas mit Insolvenz zu tun gehabt. Das, was Sie die ganze Zeit einfordern, heißt, Kärnten soll in Konkurs gehen, denn das würden wir durch eine Insolvenz der Hypo erreichen. Es gibt keine Lösung, bei der wir im Insolvenzfall Kärnten verschonen könnten.

 Hypo war „Handkassa“ der FPÖ in Kärnten

 Auf die Verantwortung der FPÖ in Kärnten für das Hypo-Debakel wies der Kärntner SPÖ-Abgeordnete Hermann Liptisch hin: „Heute wissen wir, dass die Bank lange als 'Handkassa' für die Verantwortlichen der FPK bzw. der FPÖ gedient hat. 149 Mio. Euro Haftungsprovision hat der damalige Landeshauptmann kassiert. Dörfler wollte die Haftungen sogar ausweiten, um weitere Provisionen kassieren zu können, erinnerte Lipitsch.

Dokumentation: Das blaue Hypo-Debakel