Kinderbetreuung wird österreichweit massiv ausgebaut!

Insgesamt 305 Millionen Euro stehen bis 2017 für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung. Mit zusätzlichen 30.000 Betreuungsplätzen und längeren Öffnungszeiten werden echte Wahlfreiheit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.

Durch die 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung „wird die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben durch eine Qualitätssteigerung in der Kinderbetreuung verbessert“, begrüßte SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger den diesbezüglichen Nationalratsbeschluss. In den vergangenen Jahren hat der Bund den Ausbau der Kinderbetreuung mit bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. In den kommenden vier Jahren stehen nun insgesamt 305 Millionen Euro als Anschubfinanzierung seitens des Bundes zur Verfügung. Die Länder erhöhen diese Summe im Rahmen der Kofinanzierung zusätzlich. 
 
Größte Ausbauoffensive
 
„Das heißt, wir investieren schon alleine in diesem Jahr mehr als in den letzten sieben Jahren“, erläuterte SPÖ-Familiensprecherin Lueger. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betonte: „Es handelt sich hier um die größte Ausbau-Offensive in der Kinderbetreuung, die es in Österreich je gegeben hat.“ Die Ministerin unterstrich auch die vielen Vorteile des Kinderbetreuungsausbaus: „Er trägt dazu bei, dass Kinder bestmöglich von klein auf gefördert werden und Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können.“
 
Barcelona-Ziel umsetzbar
 
Mit dem vorliegenden Vertrag wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass das Barcelona-Ziel – das eine Betreuungsquote von 33 Prozent bei Unter-Dreijährigen vorsieht – bis 2017 realistisch erreicht werden kann. Durch 30.000 Betreuungsplätze mehr und längere Öffnungszeiten soll „die echte Wahlfreiheit für Familien gesichert werden“, sagte Lueger.
 
Kinderbildungseinrichtungen
 
Erstmals wird in der Vereinbarung von Kinderbildungseinrichtungen anstatt Kinderbetreuungseinrichtungen gesprochen, was eine wichtige Veränderung der langen und schwierigen Debatte darstellt. Doch man ist noch nicht am Ende. „Wir wollen auch nicht, dass es Bundesländer gibt, in denen Kinderbildungseinrichtungen länger als fünf Wochen geschlossen sind“, macht die SPÖ-Abgeordnete klar. Ziel ist es, die Qualitätskriterien zu vereinheitlichen und auch übrig gebliebene finanzielle Mittel zweckzubinden.
 
Das Wichtigste auf einen Blick
 
Bund stellt bis 2017 insgesamt 305 Mio. Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung
Länder erhöhen diesen Betrag durch Kofinanzierung
30.000 zusätzliche Plätze werden geschaffen
Für jedes dritte Kind unter drei Jahren soll es in Österreich einen Betreuungsplatz geben
Qualitätsoffensive: Kindergärten mit längeren Öffnungszeiten werden ebenso stärker gefördert wie bessere Betreuungsschlüssel.