100 Jahre 1. Weltkrieg – Faymann: Demokratische Werte stärken!

Angesichts des Ausbruchs des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren appelliert Bundeskanzler Werner Faymann, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und demokratische Werte im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens zu stärken.

Der Tag ist jedoch nicht nur Anlass, „an die schrecklichen Ereignisse, die anlässlich des Ersten Weltkriegs geschehen sind“, zu erinnern, betonte Faymann. „Wir müssen uns auch eingestehen, dass wir uns gerade in diesen Tagen und Wochen mit Konfliktherden in Europa und im Nahen Osten konfrontiert sehen, die uns zum wiederholten Male vor große Herausforderungen stellen", so der Bundeskanzler. "Vielleicht sind gerade Ereignisse aus der Vergangenheit, die wir nicht mehr rückgängig machen können, eine Chance, indem wir die richtigen Lehren daraus ziehen und Frieden in jenen Gebieten ermöglichen, wo er derzeit weit entfernt scheint", betonte Faymann.

Friedensprojekt Europa

Gerade die „Stärkung demokratischer Werte für ein friedliches Zusammenleben“ hat die Europäische Union zu einem „Erfolgsprojekt“ gemacht, unterstrich Faymann. „Wenn es gelingt, Konfliktparteien zu einem friedlichen Dialog zu bewegen, kann auch die Deeskalation einer bewaffneten Auseinandersetzung erreicht werden", betonte der Bundeskanzler die Chancen einer europäischen Wertehaltung in schweren Zeiten. Die Staaten der Europäischen Union haben in den vergangenen Jahrzehnten bereits viel erreicht, so Faymann. „Wir werden weiterhin gegen all jene eintreten, die sich von blindem Nationalismus leiten lassen. Denn auch hier wissen wir aus Erfahrung, wohin ein solcher Weg führen kann", machte Faymann deutlich.