Integrationsbericht: Chancen für MigrantInnen verbessern

„Es geht um die Erhöhung von Partizipationschancen von Personen mit Migrationsgeschichte in allen gesellschaftlichen Teilbereichen“, betont SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz angesichts des aktuellen Integrationsberichtes.

„Integrationspolitik ist der Einsatz für soziale, kulturelle, politische und ökonomische Teilnahme und Teilhabe aller hier lebenden Menschen“, so Nurten Yilmaz. Die Partizipationschancen müssten vor allem „im Schulsystem, am Arbeitsmarkt und auch im politischen System“, sagt die Abgeordnete. Dafür ist das Erlernen der gemeinsamen Sprache Deutsch von zentraler Bedeutung, aber Integration ist immer „mehrdimensional“, so Yilmaz.

Yilmaz: Keine „Ausländerklassen“

Die im Integrationsbericht 2014 festgehaltenen Vorschläge und Ideen der ExpertInnen müssen nun diskutiert und gegebenenfalls aufgegriffen, fordert Yilmaz. „Erfreulich“ sind für sie jedenfalls die Steigerung des Anteils von SchülerInnen mit Migrationshintergrund in maturaführenden Schulen und die Steigerung des „Zugehörigkeitsgefühls“ der neuen ÖsterreicherInnen. „Trotzdem“, so die SPÖ-Integrationssprecherin, „gibt es noch viel zu tun, um dem Ziel einer offenen, freien und gleichen Gesellschaft näherzukommen“. Die von der freiheitlichen ventilierte Forderung nach segregierten „Ausländerklassen“ weist Yilmaz entschieden zurück.

Grossmann: Elementare Bildung aufwerten

Die Bedeutung von Schule und Bildung für eine gelingende Integration, streicht auch Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann hervor. Sie fordert, „ohne ideologische Scheuklappen“ künftig gemeinsam zu überlegen, „was das Beste für das jeweilige Kind“ ist. Kinder mit sprachlichen Defiziten müssen sich auch bei separaten Fördereinheiten einem „Klassenverband zugehörig fühlen", betont Grossmann. Und weiter: „Schule soll nicht nur Sprache lehren, sondern soll vor allem Werte und eine Kultur des Miteinanders vermitteln.“ Der Integrationsbericht bestärkt die SPÖ-Bildungssprecherin in der Forderung, die elementare Bildung aufzuwerten. "Es ist erwiesen, dass in den jüngsten Lebensjahren wohl am meisten vermittelt werden kann, was später nur unter vergleichsweise höherem Aufwand nachzuholen ist", macht Grossmann deutlich.