Fristenregelung muss in allen Bundesländern ermöglicht werden!

Die SPÖ setzt sich dafür ein, dass es Frauen in allen Bundesländern Österreichs ermöglicht wird, in öffentlichen Spitälern einen Schwangerschaftsabbruch im Rahmen der Fristenregelung durchzuführen.

Gesundheitsminister Alois Stöger startet einen neuen Vorstoß zur flächendeckenden Ermöglichung der Fristenregelung. Es sei nicht einzusehen, warum es dieses Angebot in sieben Bundesländern gibt, nicht aber in Tirol und Vorarlberg. Für Stöger sind jetzt die Landeshauptleute am Zug, auf sie will der Minister bei bevorstehenden Terminen den Druck für eine bundesweite Lösung erhöhen.

 "Wenn sich eine Frau für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, dann darf es keine zusätzlichen Hürden, wie lange Anreisewege geben. Frauen müssen darauf vertrauen können, dass sie in ihrer Nähe medizinisch gut betreut werden", fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "

„Nach mehr als 40 Jahren Fristenregelung sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass die gesetzliche Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs in ganz Österreich durchgeführt werden kann. Und zwar in öffentlichen Spitälern und nicht nur bei niedergelassenen Ärzten“, sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos. Die Ablehnung der Krankenanstaltenverbände kann Darabos nicht nachvollziehen: „Kein Arzt wird gegen seinem Willen dazu gezwungen, diesen Eingriff vorzunehmen – aber er sollte jeder Frau in jedem Bundesland in öffentlichen Kliniken ermöglicht werden.“

Auch die SPÖ-Frauen unterstützen die Initiative des Gesundheitsministers für ein österreichweites Angebot bei Schwangerschaftsabbrüchen. „Frauen sollen selbst entscheiden können, wo sie einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen“, bekräftigt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.